04.03.2020 - 17:00 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Dreikampf um Bürgermeister-Nachfolge

In der Gemeinde Pechbrunn gibt es bald einen neuen Chef oder eine neue Chefin im Rathaus: Zwei Frauen und ein Mann bewerben sich um die Nachfolge des langjährigen CSU-Bürgermeisters Ernst Neumann (CSU). Wer steht für welche Positionen?

Stephan Schübel (CSU)
von Externer BeitragProfil

SPD-Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe war die Erste, die in der Gemeinde ihren Hut in den Ring warf, danach folgte Ute Döhler, die Vorsitzende des erst im Dezember 2019 neu gegründeten Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen. Ohne einen Bürgermeisterkandidaten stand längere Zeit der CSU-Ortsverband da. Am Ende erklärte sich aber das frühere langjährige Gemeinderatsmitglied Stephan Schübel bereit, sich um das Amt zu bewerben. In der Endphase des Wahlkampfs bringt das Trio für Oberpfalz-Medien noch einmal auf den Punkt, was in den kommenden sechs Jahren geschehen soll.

Stephan Schübel (CSU)

Der 44-Jährige will neue Baugrundstücke für den Wohnungs- und Eigenheimbau schaffen und die Lage der Gemeinde mit Autobahn- und Bahnanschluss besser vermarkten. Jungen Familien soll Platz geboten werden, so dass das Kinderhaus und die Schule auch künftig Bestand haben. "Die Jugend ist die Zukunft der Gemeinde. Sie gilt es, bei Vereinen und Feuerwehren zu fördern", betont Schübel. Auch die Ausweitung der Gewerbeflächen und ein offenes Ohr für Unternehmer seien ihm wichtig. "Wir müssen den einheimischen Betrieben genügend Platz machen, damit sie sich weiterentwickeln können", ergänzt Schübel. "Man muss sich auch Gedanken über die Nachfolgenutzung von Flächen der Basalt AG machen."

Eine solide, aber investitionswillige Finanzpolitik und die interkommunale Zusammenarbeit seien elementar für die nächsten Jahre. Ebenso gelte es, die Herausforderungen im Zuge der Elektrifizierung der Bahnlinie zu stemmen. Nicht zuletzt erklärt Schübel: "Erneuerbare Energie liegt mir bekanntlich am Herzen, hier kann die Gemeinde zukünftig profitieren."

Isgard Forschepiepe (SPD)

Isgard Forschepiepe (SPD).

Die 53-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, eine attraktive Gemeinde für Familien zu schaffen. Auch tritt sie für ein "stärkeres Miteinander" ein. Für die Mitbürger, die nicht mobil sind, soll das Fehlen von Einzelhandelsgeschäften kompensiert werden. Ein barrierefreies Rathaus sei ebenfalls nötig. Die Kandidatin wolle eine gezieltere Gestaltung des Ortsbildes, auch hinsichtlich der Spielplätze, und an der Schaffung von Baugebieten arbeiten. Bessere Informationen will Forschepiepe für Neubürger anbieten, ein Forum möchte sie für die jungen Gemeindebürger gestalten. Durch einen regelmäßigen Austausch soll gewährleistet werden, dass Vereine die bestmögliche Unterstützung erhalten. "Mein Traum ist ein gemeinsames Bürgerfest mit Beteiligung aller Vereine", verrät Forschepiepe. Regelmäßigen Kontakt wolle sie zu den örtlichen Betrieben halten. "Transparenz hat oberste Priorität", verspricht die Kandidatin. Dazu soll die Gemeinde-Homepage informativer werden, veröffentlichen möchte sie auch die Gemeinderatsprotokolle. "Ich bin eine Bürgermeisterin für alle!", lautet ihr Motto.

Ute Döhler (Grüne)

Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen)

"Ein Leben in Pechbrunn, das auch in der Zukunft lebenswert ist, liegt mir am Herzen", sagt die 50-Jährige. "Wenn der mobile Dorfladen unsere Gemeinde anfährt, können Jung und Alt wieder hier einkaufen", so Döhler. "Solaranlagen auf Schule, Rathaus, Turnhalle und Bauhof schaffen langfristig gute Einnahmen." Die Schule müsse gedämmt werden, beim Kindergarten sei die Dachdämmung vergessen worden. "Auch die Gemeindehäuser müssen auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden." Einsetzen wolle sie sich für den Ausbau der Baxi-Linien und der Radwege. "Man sollte als Pechbrunner die Möglichkeit haben, ohne Auto nach Mitterteich und Tirschenreuth zu kommen." Die Schule soll eine Fluchtleiter erhalten, für die Feuerwehren fordert sie eine gute Ausrüstung. "Es geht nicht, dass wir die Sicherheit der Ehrenamtlichen und unserer Kinder aufs Spiel setzen", mahnt Döhler. Zudem wünscht sie Mitspracherechte für Kinder und Jugendliche, eine gute Pflege des Freibades, Ladesäulen am Bahnhof, Blühstreifen, Bäume und ein Büchertauschregal.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.