23.07.2020 - 10:45 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Gemeinde Pechbrunn soll aktiv auf Deutsche Bahn zugehen

Der Lärmschutz an der Bahnlinie ist wegen der geplanten Elektrifizierung ein Dauerthema in der Gemeinde Pechbrunn. Darum ging es jetzt bei einem Gespräch mit MdB Albert Rupprecht ebenso wie um die Zukunft des Basaltwerk-Areals.

Bürgermeister Stephan Schübel (links) sprach mit MdB Albert Rupprecht über den Lärmschutz an der Bahnstrecke durch das Gemeindegebiet und kurz auch über die Zukunft des Basaltwerk-Areals.
von Konrad RosnerProfil

Seit etwas mehr als 80 Tagen ist Stephan Schübel als Bürgermeister der Gemeinde Pechbrunn im Amt. In dieser Woche empfing er im Rathaus MdB Albert Rupprecht, um mit ihm über aktuelle Themen zu sprechen. Im Mittelpunkt stand wie schon bei einem Informationsbesuch im Februar die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Hof und Regensburg. Rund vier Kilometer davon verlaufen durch das Pechbrunner Gemeindegebiet. Dieses Projekt werde laut Schübel in naher Zukunft in großen Schritten voran gehen.

Der Lärmschutz war zuletzt im Februar Thema eines Infobesuchs

Pechbrunn

Albert Rupprecht verwies darauf, dass die Deutsche Bahn ihr Schienennetz aus Lärmgründen, aber auch wegen des Ausbaus des Schienenverkehrs elektrifizieren werde. Rupprecht betonte, dass jeder Betroffene einen Anspruch auf Lärmminderung habe. Dies sei auf jeden Fall politisch schon in trockenen Tüchern. Die Deutsche Bahn sei beauftragt worden, eine Planung mit entsprechender Lärmvorsorge zu erstellen. Dafür habe sich noch der ehemalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eingesetzt.

Neben Bahnlinie auch Stromtrasse

Albert Rupprecht empfahl dem Pechbrunner Bürgermeister, mit der Deutschen Bahn Kontakt aufzunehmen und konkret nachzufragen, welche Wohnbereiche wie stark betroffen sein werden. Auch sollte mit den Anwohnern das Gespräch gesucht werden. "Gespräche haben noch nie geschadet", so der Bundestagsabgeordnete. Rupprecht gab auch zu bedenken, dass aller Voraussicht nach neben der Bahnlinie auch eine Stromtrasse verlaufen werde, die für die Stromversorgung der Bahn nötig sei. Wie und in welcher Form diese genau verlegt werden soll, sei aber noch offen.

Ziel der Elektrifizierung sei auch eine bessere Anbindung der Bevölkerung im ländlichen Raum. Künftig werden Intercity-Züge auch in Marktredwitz, Weiden und in Schwandorf halten. Regionalzüge werden unabhängig davon auch weiterhin in Pechbrunn stoppen. Insgesamt sei mit dem Projekt eine Aufwertung für den ländlichen Raum verbunden. Dabei betonte Rupprecht, dass der Personenverkehr vor dem Güterverkehr stehe, die sei ein Grundsatz in Bayern. Ein großes Lob gab es für die barrierefreien Bahnsteige am Bahnhof in Pechbrunn. Dieser sei übrigens auch einer der saubersten in der ganzen Region, so Rupprecht. In Pechbrunn hätten vor Jahren die richtigen Leute zukunftsweisende Entscheidungen getroffen.

Lösungssuche für Basaltwerk-Areal

Ein weiteres Thema der Zusammenkunft war das Areal des Basaltwerks, das nach der Kündigung des Pachtvertrags durch die Staatsforsten Ende 2018 den Betrieb einstellte. Stephan Schübel informierte, dass er an einer Lösung arbeite und Gespräche über die Zukunft des Geländes führe. Mehr könne er dazu aktuell noch nicht sagen, so Schübel. Albert Rupprecht sicherte dem Bürgermeister seine volle Unterstützung zu und versorgte ihn auch mit Kontaktdaten wichtiger Ansprechpartner.

Die Bahnsteige am Pechbrunner Bahnhof sind schon vor Jahren barrierefrei ausgebaut worden. MdB Albert Rupprecht sprach von einem zukunftsweisenden Handeln und bezeichnete den Bahnhof auch als saubersten in der Region.

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