11.04.2021 - 11:38 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Gemeinderat Pechbrunn für Ökostrom und Luftreinigung

Die mobile Luftreinigung an der Grundschule war erneut ein Thema im Gemeinderat. Nun sollen vier Geräte angeschafft werden. Für Irritationen sorgte ein Schreiben zur Umstellung auf Funkwasserzähler.

Die Ausstattung der Grundschule Pechbrunn mit mobilen Luftreinigungsgeräten will die Gemeinde von einer staatlichen Förderung abhängig machen. Ein Antrag ist gestellt.
von Josef RosnerProfil

Bürgermeister Stephan Schübel kam in der jüngsten Gemeinderatssitzung nochmals auf die mögliche Anschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten für die Grundschule zu sprechen. Die Staatsregierung habe ein entsprechendes Förderprogramm verlängert. „Wir haben bei der Regierung der Oberpfalz vorsorglich einen Zuwendungsantrag für vier mobile Luftreinigungsgeräte gestellt“, sagte Bürgermeister Schübel. Ein Gerät kostet circa 1100 Euro, nun hoffe man auf eine Förderung in Höhe von 50 Prozent. Nur im Falle einer Zuwendung soll es an die Umsetzung gehen. Dominik Wolf (CSU) sprach sich dafür aus, in die Gespräche auch die Schulleitung mit einzubeziehen, was der Bürgermeister zusicherte.

Ebenfalls ein Thema war die Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung für die Lieferjahre 2023 bis 2025. Laut Bürgermeister liegt der Verbrauch der Gemeinde pro Jahr bei rund 150.000 Kilowattstunden. Schübel befürwortete von drei möglichen Varianten „100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote“. Dieser sei nur geringfügig teurer als Normalstrom. Isgard Forschepiepe (SPD) bevorzugte die gleiche Variante und meinte zur Begründung: „Wir wollen doch eine umweltfreundliche Gemeinde sein." Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) setzte sich dagegen für "100 Prozent Ökostrom mit Neuanlagenquote" ein. Bei dieser Variante stammt die Energie größtenteils aus jüngeren und nicht bereits abgeschriebenen Anlagen. Am Ende votierte die große Mehrheit für den Vorschlag des Bürgermeisters. Schübel kommentierte: „Wir sind uns im Grunde einig, wir setzen auf Ökostrom." Lediglich Ute Döhler und Thomas Dehmel (SPD) stimmten für Ökostrom mit Neuanlagenquote.

„Wir sind uns im Grunde einig, wir setzen auf Ökostrom."

Bürgermeister Stephan Schübel

Einstimmig verabschiedet wurde die Wasserabgabesatzung, in deren Mittelpunkt die Umrüstung der vorhandenen Wasserzähler auf Funkwasserzähler steht. Die neue Satzung hatte der Bayerische Gemeindetag ausdrücklich empfohlen. Ute Döhler hatte zu dem Thema einige Fragen. So hätten sich Bürger an dem verschickten Infoschreiben gestört, das „forsch und direkt“ formuliert sei. Zudem würden die Pechbrunner als „Schuldner“ bezeichnet. Bürgermeister Schübel entgegnete, dass der Begriff nicht von der Gemeinde stamme, sondern vom beauftragten Dienstleister.

Weiter seien einigen Bürgern die Hintergründe und Vorteile der Wasserzählerbügel unbekannt, die eingebaut werden sollen. Stephan Schübel verwies auf entsprechende Informationen im Vorfeld. Zur Einbau-Frist bis zum 30. Juni meinte er: „Sollte es etwas später werden, wird einem auch nicht gleich der Kopf abgerissen." Isgard Forschepiepe ergänzte: „Viele Bürger wissen gar nicht, wer für den Einbau zuständig ist." Laut Bürgermeister wüssten alle Installateure über die Modalitäten und den Einbau der Wasserbügel Bescheid.

Schübel berichtete in der Sitzung, dass die Flächen des ehemaligen Steinbruchs renaturiert werden sollen. Dies sei allerdings Sache der Bayerischen Staatsforsten. Derzeit sei das Steinbruchgelände für die Bevölkerung noch gesperrt, weil noch immer Rückbauarbeiten liefen.

Geschwindigkeitsmessungen im Bereich Marktredwitzer Straße in Groschlattengrün, wo Tempo 50 gilt, hätten laut Bürgermeister Schübel die üblichen Ausreißer ergeben. „Die große Mehrheit der Autofahrer fährt normal und sogar langsamer“, sagte er. Auch in anderen Straßen sei die Geschwindigkeit gemessen worden. „Größtenteils passt es“, betonte Schübel.

Ute Döhler verwies im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf das Aufstellen von Nistkästen für bestimmte Vogelarten in Mitterteich und fragte nach ähnlichen Maßnahmen in der Gemeinde. Bürgermeister Schübel sagte zu, mit dem Mitterteicher Stadtgärtner Willi Kilian Kontakt aufzunehmen. Weiter informierte er, dass beim Feuerwehrhaus in Groschlattengrün Bäume gepflanzt worden seien. Kreisfachberater Harald Schlöger werde am 18. Mai im Rahmen einer Schulung zu Besuch sein, dabei können weitere Fragen geklärt werden.

Thomas Flügel (SPD) monierte, dass auf der Straße vom Ortsteil Schlößl ins Dorf ein Hinweis auf die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit fehlt. Der Bürgermeister sicherte eine Überprüfung zu. Ute Döhler kritisierte Schmierereien an verschiedenen Bahn- und Straßenunterführungen und fragte nach möglichen Gegenmaßnahmen. Stephan Schübel erwiderte, dass erst zu klären sei, wer Eigentümer der Brückenbereiche ist.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen eine Bauvoranfrage. Hinter einer bestehenden Garage in der Wiesenstraße sollen ein neuer Geräteschuppen und ein Unterstellplatz entstehen. Zur weiteren Bearbeitung werden die Planunterlagen ans Landratsamt weitergereicht. Festhalten wird die Gemeinde am bereits 2012 gefassten Beschluss, wonach „Donum Vitae“ keinen Zuschuss erhält. Bürgermeister Stephan Schübel wies darauf hin, dass der Landkreis die Organisation ohnehin unterstütze.

Im Gemeinderat ging es auch um den Haushalt

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