02.07.2020 - 11:17 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Haushalt der Gemeinde Pechbrunn einstimmig genehmigt

Ohne Diskussion hat der Pechbrunner Gemeinderat am Mittwoch den Haushalt 2020 gebilligt. Für den größten Ausgabeposten sorgt die Sanierung der Kläranlage.

1,16 Millionen Euro sind im Haushalt 2020 für die Sanierung der Kläranlage vorgesehen. Insgesamt investiert die Gemeinde Pechbrunn in das Projekt rund 1,6 Millionen Euro.
von Josef RosnerProfil

Schnell und bündig behandelte der Gemeinderat in der Sitzung am Mittwochabend den Haushalt 2020. Bereits im Juni fand eine nichtöffentliche Vorberatung statt, nun gab es einstimmig die Genehmigung - und zwar ohne Diskussion. Erstellt hatte das Zahlenwerk die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich, Ursula Ockl. Der Verwaltungshaushalt umfasst ein Volumen von 2,68 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt ein Volumen von 1,44 Millionen Euro.

Als größte Einnahmequellen der Gemeinde wurden die Einkommensteuerbeteiligung (674.000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen (630.000 Euro) angegeben. Der Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen liegt bei 120.000 Euro. Allerdings betont die Kämmerin, dass die Auswirkungen der Coronakrise noch abzuwarten seien. Im Verwaltungshaushalt ist auf der Ausgabenseite die Kreisumlage mit 591.000 Euro der größte Brocken. Nicht zuletzt wegen der freien Finanzspanne von 23.700 Euro sei der Haushalt positiv zu bewerten, wie es hieß.

Im Fokus stand die Kläranlage zuletzt bei einer Besichtigung:

Pechbrunn

Für die Ertüchtigung der Kläranlage, die insgesamt rund 1,6 Millionen Euro kostet, wurden heuer 1,16 Millionen Euro eingeplant. Damit handelt es sich um den größten Ausgabenposten im Vermögenshaushalt. Wegen der Kläranlagen-Sanierung ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 300.000 Euro vorgesehen. Zur Finanzierung des Haushalts ist ferner eine Rücklagenentnahme in Höhe von 900.000 Euro geplant.

Keine Kostendeckung

Nicht kostendeckend sind die Abwassergebühren, die letztmals 2016 erhöht wurden, wie weiter aus dem Bericht der Kämmerin hervorgeht. Die Grundgebühr ist schon seit 2005 nicht mehr erhöht worden. Schon jetzt sei klar, dass die Gebühren steigen müssen, um eine Kostendeckung zu erreichen. Ebenfalls mit einem Defizit schließt die Wasserversorgung ab, wenngleich sich die finanzielle Situation seit der Erhöhung im Jahr 2016 etwas entspannt habe. Weiter empfiehlt die Kämmerin, die Gebührensituation im Bestattungswesen zu überdenken, um auch hier eine Deckung der Kosten zu erzielen.

Rücklagen sinken

Die Schulden der Gemeinde Pechbrunn werden sich zum Jahresende 2020 voraussichtlich auf rund 380.000 Euro belaufen, zum Jahresbeginn waren es noch knapp 100.000 Euro. Von 1,6 Millionen Euro auf 676.000 Euro werden die Rücklagen der Gemeinde sinken. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde nach aktuellem Stand zum Jahresende 279,54 Euro betragen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt vergleichbarer bayerischer Kommunen liegt bei 576 Euro.

Relativ stabil sind die Einwohnerzahlen der Gemeinde. Im Juni 2019 wurden 1361 Einwohner gezählt, seit 2015 hat sich diese Zahl nur leicht verändert. Zur Jahrtausendwende war es allerdings noch 1510 Einwohner gewesen.

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