09.03.2021 - 11:07 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Mobilfunkstation bei Groschlattengrün: Ja zur Trassenführung im zweiten Anlauf

Den Anschluss einer Mobilfunkstation bei Groschlattengrün über Gemeindegrund hatte das Gremium im Herbst noch untersagt. Doch nun hat der Gemeinderat Pechbrunn anders entschieden.

Diese Mobilfunkstation bei Groschlattengrün will Vodafone an das Glasfasernetz anschließen. Die Verlegung der Kabel soll über Flurstücke erfolgen, die sich im Eigentum der Gemeinde Pechbrunn befinden.
von Josef RosnerProfil

Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone plant seit längerem, eine Mobilfunkstation, die nahe der Autobahn A93 bei Groschlattengrün steht, an das Glasfasernetz anzuschließen. Hintergrund ist der Ausbau des 5G-Netzes. Dazu hatte Vodafone beantragt, eine Trasse über Flurstücke zu führen, die sich im Eigentum der Gemeinde Pechbrunn befinden. Nach der Ablehnung des Ansinnens im Oktober folgte im Gemeinderat nun eine Kehrtwende.

Geschlossen dagegen

Bürgermeister Stephan Schübel hatte im Oktober eine andere Routenführung verlangt, die nicht über Gemeindeflächen führt. Der Gemeinderat sah dies damals genau so und lehnte die Planung geschlossen ab, der Beschluss fiel einstimmig. In der jüngsten Sitzung teilte Bürgermeister Schübel nun mit, dass sich der Sachstand seit dem Herbst geändert habe.

Rechtlicher Anspruch

Wie Stephan Schübel berichtete, habe das Unternehmen in Gesprächen zwischenzeitlich deutlich gemacht, dass der Anschluss über Gemeindegrund die einzig mögliche Option sei. Laut Schübel habe Vodafone auch darauf hingewiesen, dass es für den Anschluss der Station einen rechtlichen Anspruch gebe und die Maßnahme letztlich auch auf gerichtlichem Wege erwirkt werden könnte. Schübel zeigte sich nicht glücklich über diesen Hinweis vonseiten des Unternehmens und erklärte, dass er stets eine gemeinsame Lösungssuche bevorzuge. Zur Verlegung der Leitungen soll nach Angaben von Vodafone ein "Spülbohrverfahren" zur Anwendung kommen. Das Unternehmen habe zugesichert, eine einwandfreie Arbeit zu hinterlassen.

"Querstellen möchte ich mich aber auch nicht."

Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann (CSU) zu seinem Ja trotz weiterhin bestehender Bedenken

Schübel sprach sich dafür aus, den Oktober-Beschluss aufzuheben und dem Antrag nun zuzustimmen. Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann (CSU) warf ein, dass er weiterhin Bedenken wegen der geplanten Trasse habe. "Querstellen möchte ich mich aber auch nicht." Am Ende stimmte das Gremium dem ursprünglichen Antrag einhellig zu und erteilte damit die Erlaubnis, dass die Leitungen zur Mobilfunkstation auf Gemeindegrund verlegt werden.

In der Sitzung ging es auch um einige Ärgernisse

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