05.03.2021 - 13:46 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Schnellfahrer und Hundekot: Appelle im Gemeinderat Pechbrunn

Zwei Ärgernisse kamen jetzt im Gemeinderat Pechbrunn zur Sprache: Es ging um die Missachtung von Tempo 30 in der Hauptstraße und die Hinterlassenschaften von Vierbeinern. Hinzu kamen noch einige Anfragen.

Aktuelle Tempomessungen haben laut Bürgermeister Stephan Schübel ergeben, dass ein Großteil der Verkehrsteilnehmer in der Hauptstraße in Pechbrunn deutlich schneller fahre als 30 km/h, die dort vorgeschrieben sind.
von Josef RosnerProfil

Relativ kurz war diesmal der öffentliche Teil der Gemeinderatssitzung in der Grundschulturnhalle, wobei der Großteil der Zeit auf den Punkt "Wünsche und Anregungen" entfiel. Bürgermeister Stephan Schübel, der erst vor einigen Tagen eine Ellbogenoperation hinter sich gebracht hatte, kam auf die Verkehrssituation in der Gemeinde zu sprechen.

Schübel informierte, dass das von der VG Mitterteich übernommene Tempomessgerät derzeit in der Marktredwitzer Straße in Groschlattengrün im Einsatz sei. Kürzlich habe es Messungen in der Hauptstraße in Pechbrunn gegeben, wo Tempo 30 vorgeschrieben ist. "Der Großteil fährt um die 50, obwohl sich dort die Grundschule, das Rathaus, eine Arztpraxis und die Kirche befinden", berichtete Schübel. Nur die wenigsten Verkehrsteilnehmer hielten sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Der Bürgermeister richtete daher den dringenden Appell an die Bürger, sich an Tempo 30 zu halten.

Thomas Flügel (SPD) sowie Markus Renner und Dominik Wolf (beide CSU) kritisierten, dass Hundekot immer wieder entlang von Wander- und Gehwegen liege. Auch Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) monierte dies und nannte als Problembereich den Sandplatz des SV Pechbrunn. Bürgermeister Schübel will nun in verschiedenen Bereichen Abfallbehälter aufstellen lassen, so dass die Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner vorschriftsmäßig entsorgen können. Hundekotbeutel können beim Bürgermeister im Rathaus abgeholt werden. Stephan Schübel forderte die Hundebesitzer auf, sich an die gültigen Richtlinien zu halten und kündigte an, die weitere Entwicklung abzuwarten. Sofern es das SV-Gelände betrifft, sei der Verein gefordert, etwas zu unternehmen.

Die Verkehrssicherheit war in den vergangenen Monaten immer wieder ein Thema

Pechbrunn

Ute Döhler sprach auch die Beleuchtung im Rathaus-Eingangsbereich an und erinnerte an die Anregung zum Ersatz der Neonröhre durch eine LED-Lampe. "Das haben wir schon umgesetzt", erklärte dazu Bürgermeister Schübel und verwies darauf, dass auch das Innere der Schulturnhalle und der Gemeindebauhof inzwischen mit LED-Licht erhellt werden.

Dominik Wolf kam noch einmal auf das Thema Luftreinigungsgeräte zu sprechen. Für deren Einsatz in der Grundschule hatte die Schulleitung keinen Bedarf gesehen. Zudem hätte es keine Förderung gegeben, da Fenster zum Lüften vorhanden seien, wie es in der Dezember-Sitzung hieß. Wolf wies nun darauf hin, dass es in den Räumen häufig sehr kalt sei. Er bat deshalb darum, eine Anschaffung auch ohne Förderung zu prüfen.

Luftmessgeräte waren zuletzt ein Thema in der Dezember-Sitzung

Pechbrunn

Bürgermeister Schübel erinnerte daran, dass das Kinderhaus anders als die Schule bereits mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet wurde - allerdings mit Hilfe eines Spenders. Für den Kauf solcher Geräte für die Schule werde er nun Angebote einholen. Ute Döhler wollte wissen, ob solche Geräte auch Coronaviren ausfiltern können. Auch dies wolle Schübel prüfen lassen. Über das weitere Vorgehen soll anschließend noch einmal im Gemeinderat beraten werden.

Isgard Forschepiepe (SPD) erkundigte sich nach der Hilfestellung für Senioren im Zusammenhang mit Impfterminen. Bürgermeister Stephan Schübel betonte, dass sich Senioren bei ihm, im Seniorenbüro der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich und bei der gemeindlichen Seniorenbeauftragten Ramona Zeitler melden können. Letztere habe zur Organisation von Fahrten zum Impfzentrum Waldsassen schon Gespräche mit dem Roten Kreuz geführt. Thomas Flügel sagte, dass sich auch sein Vater Gerhard Flügel bereit erklärt habe, bei der Anmeldung für Impftermine zu helfen. Erreichbar ist er unter Telefon 09231/61476.

Einstimmig gebilligt wurde der Bauantrag für eine Nutzungsänderung auf einem Anwesen bei der Ochsentränke. Ein Teil eines Nebengebäudes soll künftig gewerblich genutzt werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.