12.10.2021 - 15:48 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Spektakulärer Einsatz: Bergwacht Fuchsmühl rettet abgestürzten Hund aus Steinbruch bei Pechbrunn

Bergen von Verletzten am Fels, auf Wanderwegen, auf der Skipiste oder auf der Langlaufloipe: Die Bergwacht Fuchsmühl steht bereit. Am Sonntag wurde sie aber zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen.

Martin Wührl von der Bergwacht Fuchsmühl hatte sich zu "Henry" abgeseilt und ihn unversehrt aus dem Steinbruch nach oben gebracht.
von Armin Eger Kontakt Profil

Als am Sonntag ein Pechbrunner mit seinem Hund "Henry" Gassi ging, ahnte er nicht, dass er einen Einsatz von Bergwacht und Feuerwehr auslösen würde. Es war schon fast dunkel, als der Mann am Teichelberg bei Pechbrunn unterwegs war. "Der Hund hat sich losgerissen und war verschwunden", erzählt der Pechbrunner Feuerwehr-Kommandant Mario Schulze, der zwar nicht mit am Einsatzort war, aber von seinem Stellvertreter Tim Schreyer, der den Einsatz leitete, bestens unterrichtet wurde.

Zwei Feuerwehren vor Ort

Die Alarmierung ging gegen 19.30 Uhr bei den Wehren Pechbrunn und Mitterteich und bei der Bergwacht Fuchsmühl ein. "Wir waren als Ortsfeuerwehr schnell da und haben das Gelände abgesucht", so Schulze. Der Hundebesitzer habe schon gewartet und sich mit einem Licht bemerkbar gemacht, denn es war bereits dunkel. Da der Steinbruch geschlossen sei, seien viele Wege zugeschüttet und verwachsen. Schnell war klar, dass der große Mischlingshund im ehemaligen Steinbruch abgestürzte war. Er lag auf einer Plattform in großer Höhe.

Inzwischen hatte die Feuerwehr Mitterteich die Ausleuchtung der Steilwand vorbereitet. "Wir sind von unten nicht rangekommen", sagt der Bereitschaftsleiter der Fuchsmühler Bergwacht, Wolfgang Hartung. Nachdem ein Weg zur Abbruchkante freigeschnitten worden war, seilte sich Martin Wührl 15 Meter über schroffe Felsen und lockeres Gestein zu dem Hund ab. "Wir hatten nichts Spezielles zur Tierrettung dabei. So haben wir einen Transportsack verwendet, der normalerweise für die Luftrettung benutzt wird", erklärt Hartung.

Erste Bewährungsprobe

Nach gut einer Stunde war der Einsatz für die sieben Bergwachtleute, darunter zwei Kameraden und eine Frau, die erst einen Tag vorher mit einer Prüfung ihre zweieinhalbjährige Ausbildung beendet hatten, vorbei. "Das war gleich die erste Bewährungsprobe für die Drei", freut sich Hartung, der von einem nichtalltäglichen und spektakulären Einsatz spricht. Vor etwa zwei Jahren hatte die Bergwacht aus einem Steinbruch bei Wiesau ebenfalls einen Hund gerettet.

Überglücklich war der Hundebesitzer am Sonntag, nachdem er "Henry" wieder in den Händen halten konnte. "Ich möchte mich bei allen bedanken", sagte er noch vor Ort. "Jeder hat sich über den glücklichen Ausgang gefreut, wir sind alle sehr erleichtert, zumal der Hund auch nicht verletzt wurde", so Kommandant Schulze.

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Waldsassen

„Wir hatten nichts Spezielles zur Tierrettung dabei. So haben wir einen Transportsack verwendet, der normalerweise für die Luftrettung benutzt wird.“

Bergwacht-Bereitschaftsleiter Wolfgang Hartung

Bergwacht-Bereitschaftsleiter Wolfgang Hartung

 

 

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