12.04.2021 - 14:13 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Wunsch nach Sanierung von Mietshäusern in Pechbrunn

Mit zwei schriftlichen Anträgen befasste sich der Gemeinderat Pechbrunn: Es ging um die mögliche Sanierung von Mietshäusern und die Situation im Gerätehaus der Pechbrunner Feuerwehr.

Im Gemeinderat ging es um eine mögliche Sanierung von vier Mietshäusern in der Badstraße in Pechbrunn, darunter die Anwesen mit den Hausnummern 22 und 24 (Bild).
von Josef RosnerProfil

Zwei schriftliche Anträge hatte Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats eingereicht. Zum einen ging es um den Zustand der gemeindeeigenen Mietshäuser in der Badstraße (Hausnummern 2, 4, 22 und 24) in Pechbrunn, zum anderen um die Heizung und die Aufbewahrung von Einsatzkleidung im Feuerwehrhaus Pechbrunn.

Klimaschutz und Barrierefreiheit

Im ersten Antrag schrieb Ute Döhler, dass die vier Gemeindehäuser in der Badstraße renovierungsbedürftig seien. Ziel sollte es sein, den Mieterinnen und Mietern ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen, die Bausubstanz zu erhalten und Klimaschutz-Maßnahmen zu ergreifen. Weiter wünschte sich Döhler, dass ein Teil der Wohnungen barrierefrei umgebaut wird und mögliche gesundheitsgefährdende Materialien ersetzt werden. Wünschenswert seien auch der Einsatz modernerer Technik, wo es sinnvoll sei, sowie eine ökologische Gestaltung der Gartenflächen. Nicht zuletzt bat Ute Döhler die Gemeinde darum, die Mieter zu deren Wünschen und auch dazu zu befragen, ob sie während der Renovierung eine Möglichkeit zu einem vorübergehenden Umzug hätten.

Bürgermeister Stephan Schübel wusste, dass die Wohnungen nicht mehr zeitgemäß seien und betonte: "Wenn wir was machen, dann auf längere Sicht." Aktuell gebe der Gemeindehaushalt für eine solche Maßnahme nichts her. Der Bürgermeister sprach sich für die Ausarbeitung eines Konzeptes aus, über das dann im Gemeinderat beraten wird. Ute Döhler hakte nach und wünschte sich, dass eine Sanierung der Häuser in den nächsten Jahren eingeplant wird.

"Ich bin auch dafür, dass etwas getan wird. Aber die Mieten werden dann steigen, das muss allen klar sein."

Thomas Dehmel (SPD) über eine Sanierung von Wohnhäusern der Gemeinde

Thomas Dehmel (SPD) plädierte dafür, die Mieter mit ins Boot zu nehmen. "Ich bin auch dafür, dass etwas getan wird. Aber die Mieten werden dann steigen, das muss allen klar sein", sagte Dehmel und bat darum, Fördermöglichkeiten zu prüfen. Bürgermeister Schübel bestätigte, dass die Mieten für die Wohnungen derzeit günstig seien.

"Kurzfristig wird das schwierig werden", erklärte Dominik Wolf (CSU) zu einer möglichen Renovierung der Häuser. Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann gab zu bedenken, dass Mieterhöhungen wohl nicht besonders positiv aufgenommen würden und wünschte sich ebenfalls, dass die Mieter bei den Planungen mit einbezogen werden. Bürgermeister Schübel kündigte abschließend an, das Gespräch mit den Mietern zu suchen und ein Konzept erarbeiten zu lassen.

Hohe Stromkosten

In ihrem zweiten Antrag ging Ute Döhler, die selbst in der Feuerwehr Pechbrunn aktiv ist, auf die Situation im Gerätehaus ein. Erst vor kurzem war die Wehr mit neuer Einsatzkleidung ausgestattet worden - und Döhler bat die Gemeinde nun darum, eine Lösung zur besseren Aufbewahrung zu suchen. Als unbefriedigend bezeichnete sie auch die Heiz-Situation im Gebäude, da die vorhandenen Steinheizplatten aufgrund der hohen Stromkosten nicht so genutzt werden könnten wie eigentlich vorgesehen. Döhler bat die Gemeinde zu prüfen, wie hier Abhilfe geschaffen werden könnte.

Einholung von Angeboten

"Wir als Gemeinde haben das Problem schon erkannt", erklärte Bürgermeister Stephan Schübel. Er brachte eine Pelletsheizung ins Gespräch und wolle diesbezüglich Angebote einholen lassen. Eine Elektroheizung komme wohl nicht in Betracht, da diese zu kostspielig wäre. "Wenn Angebote vorliegen, werden wir das erneut im Gemeinderat besprechen", kündigte der Bürgermeister an.

Verabschiedet hat der Gemeinderat auch den Haushaltsplan 2021

Pechbrunn

 

 

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