Sie ist ein besonderes Kleinod vor einer romantischen Kulisse: die Mariengrotte der Familie Männer in einer Felsspalte am ehemaligen Steinbruch bei Pechtnersreuth. Gebaut wurde sie vor fast 100 Jahren von Karl und Rosina Männer zu Ehren der lieben Gottesmutter, wie es auf einer Tafel neben der Nische heißt. Darauf ist der 14. Juni 1921 vermerkt.
Valentin Männer, der diese Grotte mit seiner Frau Maria seit vielen Jahren pflegt, erklärte kürzlich im Gespräch mit Oberpfalz-Medien: "Normalerweise findet an dieser Grotte jedes Jahr eine Maiandacht mit vielen Gläubigen und der Münchenreuther Bauernkapelle statt. Doch wegen Corona ist sie letztes Jahr und auch in diesem Jahr ausgefallen." Auch Feierlichkeiten zum Jubiläum seien wegen der Pandemie nicht geplant worden.
Immer wieder kämen Radfahrer oder Fußgänger vorbei, um hier ein bisschen zu verweilen und vielleicht das eine oder andere Gebet zu sprechen, so Männer. Die rund 80 Zentimeter große Marienstatue war übrigens von rund zehn Jahren vom Mitterteicher Künstler Adolf Gold auf dessen Eigeninitiative hin kostenlos renoviert worden.
Karl Männer, der Opa von Valentin Männer, hatte die Grotte aus Dankbarkeit für seine unversehrte Rückkehr aus dem Erstem Weltkrieg geschaffen. Vier Jahre lang war Karl Männer im Kriegseinsatz, und die ganze Zeit über blieb er dabei unverletzt. Der Steinbruch und der Wald gehören seit langem der Familie Männer, die in der Nähe ihren Bauernhof errichtet hat, nachdem der ursprüngliche Hof einem Brand zum Opfer gefallen war. Durch die Nähe zum Steinbruch hatte man nämlich Schiefergestein, das als Baumaterial verwendet wurde, nicht weit transportieren müssen.
In der Zukunft wird sich Christian Männer, der Sohn von Maria und Valentin Männer, um die Pflege der Mariengrotte kümmern.
"Normalerweise findet an dieser Grotte jedes Jahr eine Maiandacht mit vielen Gläubigen und der Münchenreuther Bauernkapelle statt."













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