27 "Pedal-Pilger" aus den Pfarreien rund um Neunburg bis Schwandorf waren auf die Fahradsättel gestiegen, um die Strecke nach Altötting und zurück in Angriff zu nehmen. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Penting schickte Pfarrer Theo Schmucker die Teilnehmer mit dem Pilgersegen auf den Weg.
Nachdem die Wetterprognose beim Start um 6.30 Uhr für die erste Tageshälfte keinen Regen vorhersagte, radelte die Wallfahrergruppe beschwingt und gut gelaunt - kurz unterbrochen durch Meditationsaufenthalte in Nittenau und Spindelhof (Regenstauf) - bis Regensburg. In der Niedermünsterkirche (Dompfarrei St. Ulrich) wartete Ruhestandsgeistlicher Richard Salzl, der die Gruppe ab hier mit Gebeten und Gesängen bis Altötting und zurück begleitete.
Regen als Wegbegleiter
In der Domstadt setzte Regen ein, der für die Wallfahrer bis zum Hotel in Oberteisbach ein ständiger Wegbegleiter bleiben sollte. Durch Wasserpfützen und -rinnen auf den Straßen hatten die Radpilger immer wieder einige gefährliche Bremssituationen zu überstehen. Die insgesamt 120 Kilometer lange Tagesetappe führte weiter über Geiselhöring (Mittagspause), Dingolfing und Dornwang bis zum Übernachtungsort Oberteisbach.
Hatte das Höhenprofil der ersten Etappe die Fahrradfahrer nur beim Anstieg von Dornwang nach Teisbach gefordert, so verlangte der zweite Tag auf der 60 Kilometer langen Strecke über Gangkofen und Massing bis zum Kapellenplatz nach Altötting wesentlich mehr Beinarbeit und Muskelkraft.
In der Gnadenkapelle feierten die Radpilger mit Pfarrer Salzl die traditionelle Pilgermesse. Seine Predigten und sein Gitarrenspiel sind seit 25 Jahren für ein Höhepunkt und Erlebnis für die Teilnehmer und begeistern stets auch viele andere Wallfahrer, die an diesem Tag ihre Anliegen am Gnadenbild der Schwarzen Madonna vorbringen.
Auf dem Rückweg nach Oberteisbach wartete das Begleitteam um Fahrer Franz Seebauer in Nonnberg auf die Radler und stärkte sie mit Kaffee und Kuchen. Dies gab Auftrieb für den Rückweg bis zum Hotel, bei dem die Gruppe gegen den bis zu 50 km/h starken Wind anzukämpfen hatte. In Heiligenstadt beteten die Pilger am Grab des Regensburger Pilgerbischofs Karl Flügel, der die Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting über 50 Jahre begleitet hatte.
Andacht zum Abschluss
Die letzten 120 Kilometer über Martinsbuch, Haindling, Sünching, Regensburg und Ramspau legten die Radwallfahrer in flottem Tempo ohne Gegenwind oder Regen zurück. Nach der Abschlussandacht in der Kapelle in Windmais lud die Familie Seebauer die Radpilger zu Kaffee, Kuchen, Getränken und Wurstsalat ein. Das Leitungsteam mit Angelika Schwarz und Jochen Ullmann bedankte sich für den reich gedeckten Tisch.
Trotz der Muskelanstrengung über rund 360 Kilometer freuen sich die Wallfahrer schon aufs nächste Jahr: Am Pfingstdienstag 2019 werden sie, nach dem Gottesdienst um 6 Uhr in Penting wieder der Schwarzen Madonna in Richtung Altötting entgegenstrampeln.



















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