Auftakt für Skulpturenpfad bei Pertolzhofen: Stählerner Pionier am Freundschaftsweg

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Seit drei Jahren schraubt der Kunstverein Pertolzhofen an einer Idee: Skulpturen sollen am Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg zwischen Pertolzhofen und Niedermurach für Pepp sorgen. Die erste ist jetzt da.

Ein gewichtiges Geschenk vom Kunstverein Pertolzhofen macht den Anfang für einen Skulpturenpfad. Unter Regie von Thomas Bauer (rechts) erhielt das Kunstwerk einen Betonsockel.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Einen Skulpturenweg plant der Kunstverein Pertolzhofen schon lange, die Umsetzung dauert noch etwas länger. Jetzt hat nicht weit entfernt von der "Pertolzhofener Kunsthalle", einem Container mit wechselnden Ausstellungen, das erste Skulptur am Bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg ihre Position bezogen – in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Neubauten der örtlichen Vereinsgemeinschaft.

1,80 Meter großer Kopf

Der schwere "Kopf" von Harald Björnsgard aus Radolfzell ist aus Stahl und etwa 1,80 Meter groß. Der Künstlerkollege habe dem Verein die Skulptur zu einem "sehr freundschaftlichen Preis überlassen", berichtet Kunstvereinsvorsitzender Heiko Herrmann. Einen Spitznamen hat das auffallende Objekt, das inzwischen provisorisch aufgestellt wurde, auch schon: Im Volksmund sei es vom "Schreiner" (Thomas Bauer) als "Eiserner Friedrich" betitelt worden, und zwar nach einen gewissen Friedrich Ludwig von Pertolzhofen aus dem zwölften Jahrhundert.

Die Skulptur ist eine Geschenk des Kunstvereins an die Gemeinde. Je nach ökonomischer Lage des Vereins sollen in den nächsten Jahren weitere Skulpturen dazu kommen. "Wir sind hier noch auf der Suche nach Fördertöpfen", so der Vorsitzende im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Die Kunstwerke sollen auf jeden Fall dauerhaft am Weg stationiert werden, an eine Leihgabe habe man nicht gedacht. "Das wäre auch eine Herabwürdigung für die Künstler", meint Herrmann.

Feier wird nachgeholt

Mit Unterstützung aus Pertolzhofen hat der "Kopf" von Björnsgard inzwischen noch einen Sockel aus Beton bekommen, informiert Herrmann, der in diesem Zusammenhang auch die Mitglieder und Förderer würdigt, die "dem Kunstverein die Treue halten, um solche Pläne zu realisieren". "Auf eine feierliche Eröffnung unseres Skulpturenwegs müssen wir im Augenblick auch verzichten," bedauert der Kunstvereinsvorsitzende und verkündet: "Wir werden dies mit Fanfaren, Raketen und Blasmusik im Frühjahr nachholen."

Hintergrund:

Von Restaurator zum Bildhauer

  • Harald Björnsgard ist 1958 in Radolfzell am Bodensee geboren
  • Nach dem Abitur machte er 1980 eine Ausbildung zum Restaurator für Gemälde und Skulptur
  • ab 1983 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie Bildenden Künste Stuttgart bei Alfred Hrdlicka, Jürgen Brodwolf und Inge Mahn
  • er fungierte als Dozent an der Sommerakademie Paderborn und kann auf zahlreiche Einzelausstellungen zurückblicken
  • Björnsgard ist Mitglied im Kunstverein Pertolzhofen und war Gast auf den jährlich stattfindenden "Pertolzhofener Kunstdingertagen"
Hier steht die Skulptur von Harald Björnsgard noch im Garten. jetzt hat sie am Freundschaftsweg bei Pertolzhofen ihren endgültigen Standort gefunden.

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