06.08.2020 - 13:52 Uhr
PfreimdOberpfalz

Bäumen auf dem Eixlberg Luft und Licht geben

Wanderer müssen Rücksicht nehmen: Die Routen am Eixlberg sind nur eingeschränkt begehbar. Durch Trockenheit und den Borkenkäfer geschädigte Bäume müssen schnell aus dem Wald genommen werden. Dazu braucht man neue Wege.

Die letzten Trockenjahre haben vor allem den Fichten am Eixlberg stark zugesetzt und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel. Um eine weitere Ausbreitung des kleinen Käfers einzuschränken, muss befallenes Holz möglichst schnell aus dem Wald gebracht werden.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Langfristig gesehen soll der Eixlberg zum Klimawald werden. Wie Philipp Bahnmüller, Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, erläutert, dass im Nord- und Nordosten des Eixlbergs neue Erdwege gebaut und bestehende ausgebessert werden, um Waldpflegemaßnahmen umzusetzen. Durch die Arbeiten sind daher von Mitte August bis Mitte September die Wander- und Walkingwege nur eingeschränkt begehbar.

Ab 17. August gesperrt

Voraussichtlich ab dem 17. August ist der nordöstliche Teil des Eixlbergs vom Parkplatz in Richtung Teophilusbrunnen komplett gesperrt. Bis Mitte September werden im Nord- und Nordosten des Bergs mit Waldarbeitern, Harvester und Bagger einzelne Wege ausgebaut und im stellenweise steilen Gelände notwendige neue Erdwege angelegt.

"Die letzten Trockenjahre haben vor allem den Fichten am Eixlberg stark zugesetzt und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel", berichtet Philipp Bahnmüller. Die neu angelegten Wege sollen die Zugänglichkeit zu den geschädigten Bäumen erleichtern und den Abtransport beschleunigen, bevor der Schädling weitere Bäume befällt. So sollen so viele Fichten wie möglich erhalten bleiben. Aber auch für spätere Waldpflege- und Holzerntemaßnahmen der bereits gewachsenen nächsten Waldgeneration aus Buche, Douglasie und Eiche sind die Erdwege wichtig und vermeiden zukünftig Schäden an den jungen Bäumen.

Der Waldumbau am Eixlberg ist in vollem Gange. Ganz natürlich wachsen vor allem in dem durch die letztjährige Holzernte aufgelockerten Südteil großflächig junge Buchen, Tannen, Eichen, Linden und andere Laubhölzer nach. Zusätzlich wurden im vergangenen Frühjahr 2500 trockenstresss-resistente Douglasien eingebracht.

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Pfreimd

Zu welch außergewöhnlicher Größe diese Baumart wachsen kann, zeigen die beiden Altdouglasien südlich der Eixlbergkirche. Mit über einem Meter Durchmesser auf Brusthöhe und einer Höhe von über 45 Metern sind sie von weitem sichtbar. Diese nachwachsenden jungen Bäume sollen den zukünftigen stabilen Mischwald formen und müssen daher gefördert werden.

Neue Wege integrieren

Bei einem vor Ortstermin stellten Philipp Bahnmüller und der zuständige Förster Simon Schmidt dem Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler sowie Josef Hösl und Robert Reil vom OWV Pfreimd die geplante Wegebaumaßnahme am Eixlberg vor. Dabei wurde vereinbart, Rücksicht auf die bestehenden Wanderwege zu nehmen und nach Ende des Einsatzes die neuen Wege in das Wanderwegenetz zu integrieren und mögliche Schäden zu beseitigen.

Soviel nicht geschädigte Fichten wie möglich sollen erhalten werden. Daneben geht in Zeiten des Klimawandels der Umbau hin zu mehr Laubbeständen– Schattenspender beim beliebten Eixlbergfest – voran.
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