02.05.2021 - 11:24 Uhr
PfreimdOberpfalz

Bebauung „Am Almweg“ kommt bei Anliegern nicht gut an

Am Ende der Straße „Am Almweg“ in Untersteinbach (Stadt Pfreimd) plant ein Investor drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten. Den Anliegern ist das Bauvorhaben zu groß. Es regt sich Widerspruch.

Am Almweg sollen drei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit achtzehn Wohneinheiten gebaut werden. Bei den Anliegern erzeugt dies regen Widerspruch.
von Richard BraunProfil

Der Almweg in Untersteinbach gehört zu den begehrten Wohngegenden im Umfeld der Stadt Pfreimd. Ein beschauliche Landschaft mit einem herrlichen Blick ins Naabtal zeichnet die Lage besonders aus. Geht es nach der Planung eines Investors, könnte es mit der Beschaulichkeit bald zu Ende sein, befürchten zumindest die Anlieger. Die BfB Immobilien GmbH aus Burglengenfeld möchte hier drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten errichten. Geplant sind dreistöckige Gebäude mit Pultdach.

Weiterer Artikel aus einer Stadtratssitzung

Pfreimd

Bereits bei der ersten Vorstellung der Planung im Stadtrat machte Bürgermeister Richard Tischler deutlich, dass eine Entscheidung im Einklang mit den Bürgern gefällt werden soll. Von dieser Möglichkeit machten die Bürger regen Gebrauch. Bis dato liegen der Verwaltung drei schriftliche Stellungsnahmen und eine Unterschriftenliste zum Baugebiet "Wohnen am Almweg" vor. In allen Fällen wird die dreigeschossige Bauweise angeprangert. "Die Gebäude sind für die Gegend viel zu hoch und dominant und würden das gesamte Ortsbild verunstalten. Zudem bringt ein Zuwachs von rund 40 Bürgern in kurzer Zeit etliche Probleme mit sich, die allein schon in der beengten Parksituation zu finden sind", lauten die Befürchtungen.

Kleiner anlegen

Mit einer zweigeschossigen Bauweise und zwölf Wohneinheiten könnten sich die Anlieger anfreunden. Diese Auffassung setzte sich auch im Stadtrat durch. Die Möglichkeit, die Gebäude tiefer in die Hanglage zu integrieren und damit dem Komplex zumindest optisch die Höhe zu nehmen, fand wenig Zuspruch. Stadtrat Mirko Hägler unterbreitete den Standpunkt der CSU-Fraktion: "Zweigeschossige Bauweise mit zwölf Wohneinheiten. Daran sollte sich nichts ändern." Diese Vorgehensweise unterstützten auch die anderen Fraktionen. Jetzt ist der Investor am Zuge.

Als zweites Baugebiet stand der "Vogelherd" in Hohentreswitz auf der Tagesordnung. Im März fand mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schwandorf ein Ortstermin in Hohentreswitz statt mit dem Ziel, das geplante Baugebiet in Augenschein zu nehmen und mögliche Varianten der Bebauung zu besprechen. Aus dem Ergebnis des Ortstermins hat das Ingenieurbüro Blank aus Pfreimd vier Varianten erarbeitet, die Gottfried Blank dem Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung vorstellte.

Weiteres Bauland

Das Baugebiet "Vogelherd" liegt am nördlichen Rand der Ortschaft Hohentreswitz und umfasst eine Fläche von 12 348 Quadratmeter. Für eine Bebauung sind knapp 10 000 Quadratmeter vorgesehen. Das Baugebiet befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und müsste noch herausgenommen werde. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an: Herausnahme oder Befreiung. Eine Herausnahme ist formell sehr schwierig und zeitaufwendig. Gottfried Blank favorisierte daher die Befreiung. Diese ist bei einem Baugebiet bis zu einem Hektar möglich und muss für jedes Bauobjekt einzeln beantragt werden. Aus den vorgestellten vier Varianten kristallisierten sich zwei Favoriten heraus. Eine Variante sieht eine Erschließung mit einer Stichstraße mit Wendehammer vor. Eine andere Möglichkeit wäre eine Erschließung mit einer durchgehenden Straße, die aber die angrenzende Ausgleichsfläche durchschneiden würde. Dieser Variante gaben die Stadträte den Vorzug. Das Ingenieurbüro erhielt daher den Auftrag, aus den vorgetragenen Wünschen eine weitere Variante zu entwickeln und diese dem Stadtrat vorzulegen.

Der Stadtrat hat bereits im Jahre 2004 den Erlass einer Gestaltungssatzung für den Ensemblebereich der Historischen Altstadt beschlossen. Die Satzung wurde jetzt zeitgemäß überarbeitet und zur Genehmigung an die Regierung der Oberpfalz weitergeleitet. Die Gestaltungssatzung soll in gedruckter Heftform jedem Haushalt im Ensemblebereich zugestellt werden. Eine Anpassung der Richtlinien für das kommunale Förderprogramm der Stadt bringt deutliche Verbesserungen für Bauwillige in der Altstadt. Jetzt werden auch Abriss eines Gebäudes und anschließender Neubau unter altstadtgerechten Gesichtspunkten gefördert. Das Gremium stimmte der Änderung zu.

Das Baugebiet "Vogelherd" in Hohentreswitz nimmt konkrete Formen an. Das Ingenieurbüro Blank stellt erste Bebauungsvarianten vor.
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