Pfreimd
11.06.2018 - 11:49 Uhr

Brunhild hasst Tomaten

Die Freude des Mittelchors der Sing- und Musikschule beim Singspiel war ansteckend: Chor, Musiker und Publikum verließen mit einem strahlenden Lächeln und sichtlich glücklich am Freitag die kleine Schulturnhalle.

Szenensprecherin Lilli Schmidbauer führt durch das Singspiel des Mittelchors der Sing- und Musikschule. sus
Szenensprecherin Lilli Schmidbauer führt durch das Singspiel des Mittelchors der Sing- und Musikschule.

Musikschulleiter Wolfgang Mages konnte über das Engagement der jungen Schüler nur staunen. Völlig spielerisch und mit Spaß, erzählte er, haben die Schüler das dicke Textheft auswendig gelernt und den knapp 100 Zuschauern vorgetragen.

Unter der Leitung von Theresa Weidhas sang und spielte der Mittelchor die Geschichte von „Prinzessin Zita und die Königin von Abcedien“ aus der Feder von Marc Hohl.

Zita ist die Tochter aus der ersten Ehe des Königs (Hubert Betz). Ale der König stirbt, übernimmt seine zweite Frau den Thron. Als amtierende Königin Brunhild (Maria Enders) von Abcedien verhängt sie für die kleinsten Vergehen drakonische Strafen gegen ihre Untertanen. Am meisten hasste sie Tomaten, weshalb alle Strafgefangenen Tomatensuppe vorgesetzt bekommen. Allerdings sollen ihr die Tomaten zum Verhängnis werden. Eine Strafe wirkt in Abcedien nicht nur gegen den „Übeltäter“, sondern auch gegen alle anderen Einwohner. Königin Brunhild verbot stets, dass ein bestimmter Buchstabe des Alphabets für eine bestimmte Zeit genutzt werden durfte. Sie selbst hatte ein besonders Talent im Umgang mit Wörtern. Ihr gelang es beispielsweise, Staatsreden zu halten ohne die Buchstaben A, B, C oder sogar D zu verwenden.

Ehe sie es sich versahen - die Buchstabenanzeigerin (Gwendolin Bock) kam mit dem Tempo kaum noch mit- waren nacheinander nicht nur beinahe alle Chormitglieder verhaftet, sondern auch Prinzessin Zita (Marie Lampier) selbst. Gemeinsam mit dem Küchenjungen (Michael Maunz) heckte sie eine List gegen ihre Stiefmutter aus: Als gerade einmal die Benutzung des Buchstaben „I“ verboten war, servierte man der Könign Tomaten. „Iiiiii“ entfuhr es Brunhild beim Anblick der roten Früchte – und sie wurde natürlich sofort verhaftet. Nun stand der Amtsübernahme durch die gute Prinzessin Zita nichts mehr im Wege. Mit einem riesigen Stempel besiegelte das der Stadtschreiber (Magdalena Milewski) und über Nacht wurden die Gesetze in Abcedien umgeschrieben.

Die beiden Szenensprecherinnen Katharina Hösl und Lilli Schmidbauer führten durch das mit viel Liebe zum Detail dargebotene Stück. Begleitet wurde der Chor bei den eingängigen und fröhlichen Weisen von einer achtköpfigen Band.

Prinzessin Zita (Marie Lampier) und der Küchenjunge (Michael Maunz) ersinnen eine List, wie sie der Tyrannei von Königin Brunhild entrinnen können. sus
Prinzessin Zita (Marie Lampier) und der Küchenjunge (Michael Maunz) ersinnen eine List, wie sie der Tyrannei von Königin Brunhild entrinnen können.
Die Band begleitet den Mittelchor durch das Singspiel. sus
Die Band begleitet den Mittelchor durch das Singspiel.
Der Mittelchor unter der Leitung von Theresa Weidhas gab das Singspiel „Prinzessin Zita und die Königin von Abcedien“ zum Besten. sus
Der Mittelchor unter der Leitung von Theresa Weidhas gab das Singspiel „Prinzessin Zita und die Königin von Abcedien“ zum Besten.
 
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