17.05.2019 - 13:46 Uhr
PfreimdOberpfalz

Ein Dorf im Festfieber

Es sind nur noch wenige Tage bis zum großen Ereignis und das Festfieber steigt in bedenkliche Höhen. Vom 24. bis 26 Mai feiert die Feuerwehr Pamsendorf ihr 125-jähriges Gründungsfest - und mit ihr feiert eine ganze Region.

Die hübschen Festdamen der Feuerwehr Pamsendorf setzen dem Fest die Krone auf. Voller Aufregung fiebern sie dem Ereignis entgegen.
von Richard BraunProfil

Ein Gründungsfest einer Feuerwehr bezieht sich nicht nur auf den Verein und seine Mitglieder, in ein solches Fest ist das ganze Dorf mit eingebunden. In seiner Doppelstellung als Einrichtung der Gemeinde und als Ortsverein trägt die Feuerwehr hier eine besondere Verantwortung. Im Falle von Pamsendorf feiern noch neun weitere Ortschaften mit. Wie es zu einer solchen Konstellation gekommen ist, kann in der Festschrift nachgelesen werden, die von Albert Meier, Josef Irlbacher, Hans Zeitler Erhard Setzer und Michael Meier in akribischer Kleinarbeit erstellt worden ist.

Die Geschichte der Feuerwehr Pamsendorf reicht bis ins Jahr 1874 zurück. Damals hat das Bezirksamt die Einrichtung von Feuerwehrgruppen angeordnet und so eine Pflichtfeuerwehr eingeführt. Pamsendorf war zu dieser Zeit eine selbstständige Gemeinde, zu der die Orte Rappenberg, Löffelsberg, Oberpfreimd, Tauchersdorf Wiesensüß, Trefnitz, Grubhof, Häuslberg und Kurmhof gehörten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten - auch finanzieller Art - wurde 1878 die Einführung der Pflichtfeuerwehr an das Bezirksamt gemeldet. Einige Jahre später war es wieder das Bezirksamt das darauf drängte, die Pflichtfeuerwehr in eine freiwillige Feuerwehr umzuwandeln. Am 14. Oktober 1894 fiel dann der Beschluss zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Pamsendorf.

Die beiden Weltkriege hinterließen auch in den Reihen der Feuerwehr schmerzhafte Lücken. Um diese aufzufüllen, wurden bereits damals Frauen zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Erst in den Nachkriegsjahren stabilisierte sich das Vereinsleben wieder. Die Vereine erfuhren eine neue Blütezeit, die bis heute anhält. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Weihe der neuen Fahne im Jahr 1959. Die Schirmherrschaft über das Fest hatte der damalige Landtagsabgeordnete und spätere Landrat Hans Werner übernommen.

Den größten Einbruch in die Vereinsgeschichte markierten die Gebietsreformen in den Jahren 1970 und 1978. Zuerst schlossen sich 1970 die Gemeinden Pamsendorf und Hohentreswitz zu einer selbstständigen Gemeinde zusammen, ehe diese kommunale Gemeinschaft 1978 der Stadt Pfreimd angegliedert worden ist. Die verschiedenen Ortsteile kamen nach Pfreimd, Nabburg oder Guteneck. Die selbstständige Gemeinde hatte aufgehört zu existieren.

Was geblieben ist, ist die Freiwillige Feuerwehr Pamsendorf - und mit ihr die Mitglieder aus den ehemaligen Gemeindeteilen, die der Feuerwehr bis heute treu geblieben sind. So ist die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Pamsendorf auch ein wichtiges Zeitzeugnis. Dieses und noch viele weitere Geschichten und Ereignisse können in der Festschrift nachgelesen werden.

Für die Feier zum 125-jährigen Bestehen hat der Festausschuss alle Anstrengungen unternommen, seinen Gästen drei unvergessliche Tage zu bereiten. Dass die Feuerwehr Pamsendorf das Feiern versteht, hat sie beim Schirmherrenbitten im August und Patenbitten im Oktober vergangenen Jahres mehr als deutlich unter Beweis gestellt. Beide Ereignisse sind unvergessen. Das Gründungsfest steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Richard Tischler. Als Ehrenschirmherren konnten Landrat Thomas Ebeling und Altbürgermeister Albert Maier gewonnen werden. Patenverein ist die Freiwillige Feuerwehr Hohentreswitz.

Hintergrund:

Das Festprogramm

Freitag, 24. Mai: 19 Uhr Einholung Patenverein und Schirmherren, 20 Uhr Festbetrieb mit dem „Horrido Express“. Samstag 25. Mai: 18 Uhr Totengedenken, 20 Uhr Festbetrieb mit dem „Froschhaxn Express“. Sonntag 26. Mai: 8 Uhr Einholen der Schirmherren und Vereine, 8.30 Uhr Aufstellen zum Kirchenzug, 9 Uhr Festgottesdienst mit Bänderweihe, danach Frühschoppen mit der Stadtkapelle Pfreimd, 14 Uhr Festzug, 15 Uhr Festzeltbetrieb mit der Kapelle „Die Ochsen“.

Das Video zum Jubiläum

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