12.07.2020 - 14:48 Uhr
PfreimdOberpfalz

Endspurt auf dem Kellerweg

Ein Jahrzehnt Mühsal und über zwei Jahre Vollsperrung: Jetzt ist es nur noch eine Frage von Tagen, bis der Kellerweg in Pfreimd wieder eine Verbindung der Ortsteile Untersteinbach und Iffelsdorf gestattet.

Der Kellerweg in Pfreimd wird schon mal auf die Asphaltschicht vorbereitet. Am Mittwoch besichtigt der Bauausschuss die Baustelle und befasst sich auch mit der Frage, ob im Anschluss an die betroffene Fahrbahn noch ein weiteres Stück saniert wird.
von Monika Bugl Kontakt Profil

"Es geht dem Ende entgegen", sagt Bürgermeister Richard Tischler, wenn er nach dem Kellerweg in Pfreimd gefragt wird, und atmet auf. Seit Mai 2018 ist die Straße, die Untersteinbach mit Iffelsdorf verbindet, für Autofahrer und Fußgänger gesperrt. Ausgesprochen aufwendig hatte sich die Sanierung dieses Straßenabschnitts an einem Hang direkt an der Bahnlinie erwiesen, vorausgegangen war ein Rechtsstreit über Zuständigkeiten. Immerhin schlägt die Maßnahme nun mit 1,3 Millionen Euro (reine Baukosten; ohne Nebenkosten) aufs Budget der Stadt. Ein Trost: Es gibt dabei eine 50-prozentige Förderung von der Regierung.

"Der Kellerweg beschäftigt uns jetzt schon etwa elf Jahre", blickt der Bürgermeister zurück auf den sanierungsbedürftigen Abschnitt in problematischer Hanglage, für den keiner gerne zuständig sein wollte. Die Sache ging schließlich vors Verwaltungsgericht. Eine Urkunde aus dem 19. Jahrhundert habe schließlich belegt, dass die Straße irgendwann einmal an Iffelsdorf übergeben wurde, erinnert sich Tischler. Damit war die Stadt Pfreimd als Rechtsnachfolger des Ortsteils in der Pflicht.

Zur Vorgeschichte:

Pfreimd

Kompliziert erwies sich anschließend auch das Verfahren zur Vergabe der erforderlichen Arbeiten. "Wir haben bundesweit nach einer ausführenden Firma gesucht, bei der Ausschreibung aber kein einziges Angebot erhalten", berichtet der Rathaus-Chef. Eine Lösung zeichnete sich erst ab, als eine Aufteilung der Maßnahme in zwei Lose beschlossen wurde: Stützmauer und Straßenkörper. Für die nicht einfache Sanierung der Stützmauer fand sich schließlich die Firma Spesa aus Österreich. Erst danach konnte das Vergabeverfahren für den zweiten Teil starten, das wegen der Erstellung des Leistungsverzeichnisses und diverser Fristen auch nicht so schnell zu erledigen war. Im Juni war es dann soweit, die Straße konnte in Angriff genommen werden. Mit einer Fertigstellung rechnet Bürgermeister Tischler noch im Juli.

Am Mittwoch wird der Bauausschuss die Baustelle unter die Lupe nehmen. "Der Straßenabschnitt davor ist auch nicht im besten Zustand", gibt Tischler zu bedenken. Deshalb werde sich das Gremium vor Ort ein Bild davon machen, ob nach Fertigstellung der Fahrbahn im Bereich der Stützmauer eine Fortsetzung der Baustelle ratsam ist.

Der Kellerweg beschäftigt uns jetzt schon etwa elf Jahre.

Bürgermeister Richard Tischler

Bürgermeister Richard Tischler

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