22.01.2020 - 17:01 Uhr
PfreimdOberpfalz

Wenn Engagement "bestraft" wird

Mit aktuell 200 Mitgliedern und einer verjüngten Vorstandschaft feiern die Eichelbachschützen Weihern - Stein am 6. und 7. Juni ihren 50. Geburtstag. Mit im Boot ist die KLJB Weihern-Stein.

Reinhard Reis sen. (sitzend, Mitte ) bleibt weiterhin erster Schützenmeister, sein Vertreter ist nun Matthias Reis (Vierter von links stehend). Dafür trat Helmut Schlosser (Fünfter von links) in den Vereinsausschuss zurück. Bürgermeister Hubert Betz und Gauschützenmeister Johann Dirrigl gratulierten der neu gewählten Vorstandschaft.
von Hans-Jürgen SchlosserProfil
Langjährige sowie aus den Ausschuss verabschiedete Mitglieder wurden besonders geehrt. Im Bild sitzend von links Gerhard Modl, Gabi Modl und Anna Ram, dahinter von links Schützenmeister Reinhard Reis sen., Wolfgang Lindner, Killian Lindner, Peter Schottenhaml, Hans Oppitz, Bürgermeister Hubert Betz und Gauschützenmeister Johann Dirrigl.

Noch nie hat eine Jahreshauptversammlung der Eichelbachschützen Weihern-Stein so lange gedauert wie in diesem Jahr. Doch das hatte nur erfreuliche Gründe. Schützenmeister Reinhard Reis konnte über ein mit Terminen übersätem Jahr berichten. Im Dezember wurde bei 13 Neuaufnahmen das 200. Mitglied im Verein willkommen geheißen. Tagungen, die Terminabsprachen, Königsschießen, Gartenfest und Pizzaabend sind feste Größen im Jahr. Dazu kam die Teilnahme an Jubelfesten benachbarter Vereine.

Hohe Nachzahlungen

Der Kassenbericht von Helmut Schweiger beinhaltete leider auch schlechte Nachrichten, denn das Finanzamt kam zur Prüfung und es wurden hohe Steuernachzahlungen gefordert. Einig waren sich die Mitglieder in der Bewertung: Das Ehrenamt aller Mitglieder werde gestraft, wenn man viel unentgeltlich für den Verein schufte und einen gewissen Umsatz übersteige. Haupteinnahmen seien der Weiherner Pizzaabend und die abgehaltenen Sportveranstaltungen. Um den Umsatz etwas zu reduzieren, entfällt die Veranstaltung am Faschingsdienstag.

Sportleiter Günther Gradl und Jugendleiter Thomas Zahner berichteten von zahlreichen sportlichen Ereignissen. Schützenkönig wurde Günther Gradl mit einem 23,3-Teiler, Schützenliesl Gabi Modl mit einem 148,6-Teiler und Jugendkönig Lukas Gradl mit einem 597,0-Teiler. Erfolge gab es bei der Gaumeisterschaft. Die Bayerische Meisterschaft 2019 wurde auch "mitgenommen" und beim Gaukönigsschießen 2019 belegte in der Meisterwertung König Matthias Reis mit 96 Ringen den ersten Platz.

Die Rundenwettkämpfe sind noch im laufen, wobei die erste Mannschaft momentan in der Bezirksoberliga auf den zweiten Platz rangiert. Die Jugend fährt etwas auf Sparflamme, hat aber trotzdem an allen Sportveranstaltungen des Schützengaus und auch an den internen Schießen teilgenommen.

Tragende Säule

Dritter Bürgermeister Hubert Betz lobte den Schützenverein als tragende Säule der Weiherner Vereinsgemeinschaft. Die Feste der Weiherner seien ja organisatorisch bestens geplant "und die Weiherner halten halt immer zam". Bei einem weiteren Aufstieg der ersten Mannschaft übernehme er gerne die Tradition des Bürgermeisters Richard Tischler und spendiere ein Fass Bier zur Aufstiegsfeier. Gauschützenmeister Johann Dirrigl zollte den sportlichen Leistungen Respekt.

Bei den Neuwahlen trat der langjährige zweite Schützenmeister Helmut Schlosser in den Ausschuss zurück. Alter und neuer Schützenmeister ist Reinhard Reis sen., sein Stellvertreter nun Matthias Reis. Die Vereinskasse führt weiter Helmut Schweiger. Zur neuen zweiten Kassiererin wurde Eva Schweiger gewählt. Die Schriftführerposten bleiben bei Marion Forster und Christina Völkl. Sportleiter sind Günther Gradl, Stefan Gradl (neu) sowie Gerhard Meindl. Jugendleiter bleibt Thomas Zahner. Ihn zur Seite stehen Armin Mösbauer und Lukas Rauch (beide neu). In den Vereinsausschuss wurden Helmut Schlosser, Karl Heitzer, Christine Zahner und Wolfgang Lindner gewählt.

Verabschiedung:

Mitglieder geehrt

Zehn Jahre Mitglied sind Christian Haider, Killian Lindner, Wolfgang Lindner und Anna Ram. Aus dem Vereinsausschuss verabschiedet wurde Gerhard Modl. Elf Jahre war er hier tätig und als Vereinswirt und Handwerker für den Verein da. Peter Schottenhaml gehörte dem Ausschuss 15 Jahre an. Er war bei allen Vereinsfesten ein treuer Helfer. 15 Jahre war Hans Oppitz Ausschussmitglied, davon elf Jahre als zweiter Sportleiter. Oppitz war auch als Fotograf für die Vereinshomepage im Einsatz. Gabi Modl schrieb als erste und zweite Schatzmeisterin Vereinsgeschichte - und das 35 Jahre lang. "Unsere Gabi hat das Geld immer zusammen gehalten", betonte der Schützenmeister.

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