Die Biografie der beiden Eheleute spiegelt ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte wider. Ehefrau Marion kam in Hamm in Westfalen zur Welt. Als kleines Mädchen siedelte sie mit ihren Eltern nach Chemnitz über. Der Rückweg in ihre alte Heimat wurde 1961 zugemauert. Ehemann Steffen ist gebürtiger Chemnitzer und lernte seine spätere Ehefrau hier kennen und lieben. Am 16. August 1969 schlossen sie den Bund der Ehe, aus dem ein Sohn und eine Tochter hervorgingen. Beiden war schon immer der Wunsch nach einem freien Leben eigen. Bereits zu den Anfängen der verbotenen Montagsdemonstrationen waren sie in den vorderen Reihen zu finden. Dies rückte sie in den Fokus der Staatssicherheit und brachte beiden eine Gefängnisstrafe von 15 Monaten ein. Erst im September 1989 durften sie in den Westen ausreisen. In Wernberg-Köblitz fanden sie ein neues Zuhause und in der Flachglas AG einen Broterwerb.
Mit den Jahren hat sich die Familie um vier Enkelkinder erweitert, die der Stolz der Großeltern sind. Seinen Lebensabend will die Familie Unger nun in Pfreimd in der Hirtenstraße verbringen. Dem Jubelpaar überbrachte Bürgermeister Richard Tischler die Glückwünsche der Stadt Pfreimd und wünschte noch viele schöne, gemeinsame Jahre.













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