11.03.2019 - 14:04 Uhr
PfreimdOberpfalz

Gut vorbereitet für die Schule

Der Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule ist für Kinder eine große Herausforderung. Wie der Übergang gut gelingen kann, zeigt die Landgraf-Ulrich-Schule in Kooperation mit dem Franziskus- Kindergarten.

Begleitet und unterstützt von ihren Tutoren lernten die Kinder ihren neuen Lebensraum kennen. Schnell hat sich eine vertrauensvolle Atmosphäre entwickelt.
von Richard BraunProfil

Beim Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule begegnen den Schülern viele Neuerungen. Die Kinder fühlen sich in den ersten Tagen hilflos und haben Angst. Andere sehen sich in einer Außenseiterrolle und entwickeln Aggressionen. Etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Kinder haben Übergangsprobleme. Diese Problematik wurde schon sehr früh erkannt und mit dem Projekt „Frühes Lernen – Kindergarten und Grundschule kooperieren“ der Entwicklung gegengesteuert. Ziel dieses Pisa-Projektes ist eine deutliche Verbesserung der Bildungssituation am Schulanfang. Diese Erkenntnis in die Schulalltag zu übertragen, hat sich die Landgraf-Ulrich-Schule zur Aufgabe gesetzt. Zusammen mit den beiden Kindergärten werden immer wieder Aktionen durchgeführt, bei denen Tutoren die Vorschulkinder auf ihr zukünftiges Schulleben vorbereiten. Dieses Mal waren die Schüler der Klasse M8a gefordert, den angehenden Grundschülern ihren „neuen Lebensraum“ zu zeigen. Von ihrer Klassenlehrerin, Konrektorin Angelika Ibler, waren die Tutoren bestens vorbereitet, so hat sich schnell eine vertrauensvolle Atmosphäre entwickelt.

In kleinen Gruppen starteten die Kinder zu einer Schulhausrallye durch die Landgraf-Ulrich-Schule. Angefangen vom Lehrerzimmer über das Sekretariat ging es weiter zur Turnhalle. Überall mussten die Kinder kleine Aufgaben lösen und in ihrem Laufzettel eintragen. Im Handarbeitsraum falteten die Kinder eine Tulpe, oder in der Schulküche strichen sie ein Butterbrot auf und machten auch gleich Brotzeit. Weiter ging es zur Schulbücherei. Hier durften die Kinder in den vielen Büchern blättern, und eine Schülerin las aus dem „Struwwelpeter“ vor. So hatten alle ihren Spaß und erkundeten viel Interessantes. Insgesamt lernten die Vorschulkinder zehn Räume in der Schule kennen und verloren gleichzeitig ihre Scheu vor dem Neuen. Das Tutorensystem bringt große Vorteile für beide Seiten. „Die „großen Schüler“ lernen Verantwortung zu übernehmen und die „Kleinen“ fühlen sich gut aufgehoben. Bei einer so guten Vorbereitung sollte der Start in die Grundschule für alle gelingen.

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