Pfreimd
14.03.2021 - 08:20 Uhr

Illegales Treffen unter der Brücke

Mehrere Personen treffen sich unter einer Brücke bei Pfreimd. Als sie die Polizei entdecken, versuchen zwei davon zu fliehen. Der Grund dafür wird schnell klar.

Drogen fanden die Polizeibeamten im Rucksack eines Jugendlichen, der sich mit weiteren Personen unter einer Brücke zwischen Pfreimd und Iffelsdorf getroffen hatte. Symbolbild: Friso Gentsch/dpa
Drogen fanden die Polizeibeamten im Rucksack eines Jugendlichen, der sich mit weiteren Personen unter einer Brücke zwischen Pfreimd und Iffelsdorf getroffen hatte.

Ein aufmerksamer Bürger bemerkte am Freitagnachmittag, dass sich mehrere Personen unter der Brücke zwischen Pfreimd und Iffelsdorf aufhalten. Er vermutete Graffitisprayer und verständigte die Polizei. Vor Ort trafen die Beamten schließlich auf sechs Personen zwischen 16 und 47 Jahren. Zwei davon versuchten vor der Polizei zu flüchten, was jedoch vereitelt werden konnte, wie es im Bericht der Polizeiinspektion Nabburg heißt.

Ein 16-Jähriger habe beim Fluchtversuch seinen Rucksack in die Naab geworfen. Die Beamten zogen ihn aus dem Fluss und untersuchten ihn eingehend. Dabei wurde der Grund für die Aktion klar: "Es befanden sich Betäubungsmittel und entsprechende Utensilien darin", teilt die Polizei mit.

Weitere Polizeimeldungen aus der Region

Der junge Mann wurde deshalb zur Dienststelle gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und seiner Mutter übergeben. Bei der Durchsuchung seines Zimmers in der elterlichen Wohnung, welche von einem Richter angeordnet wurde, fanden die Beamten noch einige Rauschgiftutensilien. Die weitere Bearbeitung übernimmt die Kriminalpolizei Amberg. Gegen den jungen Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ein juristisches Nachspiel hat der Einsatz auch für einen vorlauten und amtsbekannten 20-Jährigen. Wie es im Polizeibericht heißt, beleidigte er die Polizisten vor Ort und spuckte einer Beamtin auf die Schuhe. Ein Ermittlungsverfahren wegen Beamtenbeleidigung wurde eingeleitet. Aufgrund der geltenden Coronabeschränkungen erhalten alle vor Ort angetroffenen Personen zudem eine Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz.

 
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