06.02.2020 - 17:13 Uhr
PfreimdOberpfalz

Imkern ist kein Alt-Herren-Hobby

Bienenfleißig: 49 Mitglieder des Imkervereins Pfreimd betreuen 265 Völker. Die Mitgliederanzahl erhöht sich seit einiger Zeit leicht. Auch junge Menschen finden Gefallen an diesem anspruchsvollen Hobby.

Renate Feuchtmeyer beleuchtete die Vorschriften, die Imker bei Ernte und Verkauf zu beachten haben.
von Externer BeitragProfil

Die Anzahl der betreuten Bienenvölker ist seit 20 Jahren nicht mehr so hoch gewesen, freute sich Vorsitzender Albert Sittl. Das Alter der Mitglieder liegt zwischen 16 und 91 Jahren. Neben den regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch war der Verkaufsstand am Adventsmarkt zu schultern. Die jährliche Standbegehung führte nach Weiherhammer.

Der Ertrag des Bienenjahres war nicht so erfreulich. Nachdem die letzten beiden Jahre eine gute Ernte brachten, ließ der Eintrag von Frühjahrshonig 2019 zu wünschen übrig. Der trockene Sommer brachte Melezitosehonig, der nicht aus den Waben geschleudert werden konnte. Das Hauptproblem aller Imker, die Varroamilbe, stellte im Vorjahr in Pfreimd kein großes Problem dar. Dem Druck dieses Parasiten wurde mit natürlichen, organischen Behandlungsmitteln begegnet. "Jeder verantwortungsvolle Imker ist bemüht, keine Medikamente einzusetzen und auch stolz darauf", betonte Sittl. In der Landwirtschaft werden im Sommer und Herbst mehr Blühflächen angesät. Die Bienen haben dadurch ein gutes Pollenangebot und können die Vorräte für den Winter ergänzen.

Renate Feuchtmeyer von der Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim ist staatliche Fachberaterin für Bienen in der Oberpfalz mit Dienstsitz beim AELF in Amberg. Ihr Vortrag interessierte auch den zweiten Vorsitzenden der Bayerischen Imkervereinigung, Alois Habek, und Imker aus benachbarten Vereinen. Thematisiert wurden Honigrecht und -vermarktung. Feuchtmeyer gab einen Überblick über Richtlinien, die bei Ernte und Verkauf zu befolgen sind. Die Verpackungsverordnung und Anforderungen an den Schleuder- und Lagerraum sind zu beachten. Die Gäste staunten über den hohen Grad bei Honigverfälschungen. Weltweit sind 60 Prozent des verkauften Honigs nicht mehr rein, sondern zur Erhöhung der Menge mit Zusätzen versetzt. Deshalb sollte Honig beim Imker gekauft werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.