Pfreimd
07.06.2018 - 19:50 Uhr

Kellerweg: Firma steigt ein

Nach der schlechten Nachricht ein Lichtblick: Die Firma Spesa aus Roßwein springt bei der Sanierung des Kellerweges in die Bresche, allerdings nicht für die komplette Baumaßnahme, sondern für die Wandstabilisierung.

Gesperrt ist derzeit der Kellerweg. Nun hat sich eine Firma gefunden, welche die Wand zur Bahnlinie hin stabilisieren wird. bnr
Gesperrt ist derzeit der Kellerweg. Nun hat sich eine Firma gefunden, welche die Wand zur Bahnlinie hin stabilisieren wird.

Das Ergebnis der April-Sitzung des Stadtrates war ernüchternd: Zum Submissionstermin war kein einziges Angebot für die Sanierung der Stützmauer an der Bahnlinie, die den Kellerweg sichert, eingegangen. Keine Firma wollte den diffizilen Auftrag haben. Aus Sicherheitsgründen ist die Straße inzwischen gesperrt.

Zur Erinnerung: Das Projekt steckte jahrelang in einem Wirrwarr an Zuständigkeiten fest, dann lag endlich die Baudurchführungsvereinbarung zwischen der DB Netz und der Stadt auf dem Tisch. Auf der Nachtbaustelle kann nur begrenzt gearbeitet werden, da für den Zugverkehr unterbrochen werden muss. Es gibt viele Fragezeichen und auch eine exakte Bauzeit lässt sich schwer planen. Auf 1,3 Millionen Euro ist die Maßnahme veranschlagt. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 630 000 Euro.

An der schwierigen Baumaßnahme zeigte keine Firma Interesse. Was tun? Die Stadt hat die Arbeiten auf mehrere Lose aufgeteilt, um so Stück für Stück voranzukommen. Nun hat sich ein Unternehmen gefunden, das in das Projekt einsteigt. Die Spesa aus Roßwein übernimmt die Wandstabilisierung. Der Stadtrat vergab den Auftrag zu einem Preis von 700 000 Euro. Als Baubeginn ist Ende Juni angepeilt.

Für die Außengestaltung des Stadtmuseums erhielt Architekt Wolfgang Engel den Zuschlag. Das museale Feinkonzept liefert Dr. Josef Paukner.

Was die künftige Wasserversorgung der beiden Städte Nabburg und Pfreimd anbelangt, gab es Vorgespräche bei einer gemeinsamen Stadtratssitzung. Die künftige Organisationsform wird auf einen "inneren Zweckverband zur Aufbereitung und Förderung" hinauslaufen.

Eine Diskussion entwickelte sich um die Mitbenutzung eines Dükers, der die Autobahn bei Perschen quert. Die Stadt Pfreimd hat darin ihre Wasserleitung verlegt, deren Rohre erneuert werden müssen. Gerne würde die Telekom den Düker auch für ihr Zwecke nutzen. Der Stadtrat hielt nichts davon, seien doch Konflikte vertraglicher Natur, wenn es um Schäden, Reparaturen oder Erneuerungen geht, nicht auszuschließen. Die Telekom muss sich um eine eigenständige Lösung kümmern.

Nichts einzuwenden hatte der Stadtrat gegen den Bau eines Einfamilienwohnhauses und eines Stalls mit Güllegrube. Zurückgestellt wurde die Genehmigung für einen Balkonanbau in einem Betriebsgebäude in der Wernberger Straße. Hier stellte sich für Günther Strehl die Frage, ob es sich um den Ausbau von zwei abgeschlossenen Wohnungen handle. Angesichts dessen, was hier für den Grund bezahlt worden sei, "schenkt man ihnen die Wohnungen". Bürgermeister Richard Tischler meinte, dass wohl eine Genehmigung als Wohngebäude aus den 90er Jahren vorliege. Der Antrag wurde zurückgestellt, bis der Sachverhalt abgeklärt ist.



Norbert Wagner machte darauf aufmerksam, dass die Toilette im Friedhof nicht behindertengerecht sei. Manfred Bruckner sprach die Sanierung der Brunner-Bey-Straße an, wo das Regenwasser vor einem Haus stehen bleibe. "Das kann kein gutes Vorbild sein, was dort gemacht wurde", meinte er zur Qualität der Arbeit. Bei der Abnahme der Baumaßnahme müsse darauf gepocht werden, dass Fehler beseitigt werden", betonte auch Klaus Summer.

 
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