Seit zwei Jahren beschäftigt sich die Arc Architeken Partnerschaft & iq-Projektgesellschaft mit den Möglichkeiten, die Stadt Pfreimd zukunftsfähig zu machen. Jetzt legten die Mitarbeiter Florian Riesinger und Robert Leines ihr fertiges Konzept dem Stadtrat vor.
Das umfangreiche Schriftwerk enthält eine aktuelle Bestandsaufnahme und eine Analyse der Möglichkeiten und Strategien für die zukünftige Stadtentwicklung. Der Stadtrat hält damit ein wichtiges Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung in den Händen, das über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, Bestand hat.
In dem Papier sind alle Bereiche des öffentlichen und privaten Zusammenlebens enthalten, die für die Stadtentwicklung von Belang sind. Dies beginnt mit der Positionierung als attraktiver und aktiver Wohnungsstandort. Die Stadtmitte als Multifunktionsort, Treffpunkt der Bürger und als Wohngebiet ist von zentraler Bedeutung.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Dabei spielen Standortqualität, Versorgungsfunktionen und Tourismus eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt wird der Bürger in den Mittelpunkt gestellt. Hier werden die Generationengerechtigkeit, die Lebensqualität und die Gestaltungsgemeinschaft als zentrale Punkte in die Bewertung mit einbezogen. All dies ist nicht zuletzt wichtig, um an entsprechende Fördergelder zu kommen.
Florian Riesinger von der Arc Architekten Partnerschaft ging nun konkret auf seine Erkenntnisse ein. Für den Tourismus haben die Flüsse und der Fahrradtourismus ein hohes Entwicklungspotenzial. Wenig einladend ist der Bahnhof in Untersteinbach für den anreisenden Touristen. Der erste Eindruck ist da nicht sehr überzeugend. Bei der künftigen Siedlungsentwicklung sollen mehr Einwohner auf weniger Platz leben. Dies würde bedeuten: weg vom Einfamilienhaus, hin zu Reihenhäusern und mehrgeschossiger Bauweise. Eine Steigerung der Attraktivität des Marktplatzes sollte unbedingt angestrebt werden. Ein erster Schritt hierzu ist das Buchcafe. Ein Kulturtreffpunkt im Spital, der alten Turnhalle oder im Klosterbereich könnten die Attraktivität deutlich steigern. Auch der Erhalt und die Nutzung der Weiherwiesen sollte angestrebt werden. Denkbar ist auch die Anlage eines Stadtweihers.
Dies ist nur ein Auszug aus der Vielzahl von vorgeschlagenen Maßnahmen. "Hinter all dem muss der Mensch stehen. Nur wenn der Bürger mitarbeitet steht ein Erfolg in Aussicht", weiß Robert Leiners aus mehrjähriger Erfahrung. Für die Umsetzung braucht es eine Person, die sich ausschließlich um die Projekte Stadtentwicklung kümmert. "Sonst verstauben die vielen Projekte in der Schublade".
Die Stadtentwicklung hatte der Stadtrat auch bei der nun endgültigen Ablehnung der Teilnahme am Förderprogramm "Innen statt Außen" im Fokus. "Damit wird die Planungshoheit der Stadt zu sehr eingeschränkt", ist die Befürchtung des Stadtrates.
















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