04.12.2019 - 15:50 Uhr
PfreimdOberpfalz

Miteinander viele Ziele erreicht

Die Stadt hat sich im vergangenen Jahr gut weiter entwickelt. Viele Parameter zeigen in der Bürgerversammlung nach oben. Dies ist aber noch lange kein Grund, sich zurück zu lehnen. Es gibt viel zu tun.

Das Interesse an der Bürgerversammlung war ziemlich groß. Zahlreiche Besucher folgten den Ausführungen des Bürgermeisters.
von Richard BraunProfil

In den Vereinsräumen der Landgraf-Ulrich-Halle vermittelte Bürgermeister Richard Tischler den zahlreichen Besuchern ein positives Bild von der Entwicklung der Stadt. Dies betrifft nicht nur die Investitionen. Auch die Zahl der gemeldeten Einwohner ist angestiegen. Trotz der 116 Sterbefälle im Berichtszeitraum, denen 68 Geburten gegenüberstehen, ist die Bevölkerung von 5340 auf 5356 Bürger angewachsen.

Attraktiver Wohn- und Arbeitsort

Das ist ein weiterer Beleg, dass die Stadt als Wohn- und Arbeitsort attraktiv ist. Die Erschießung des Baugebietes "Westlich der Nabburger Straße BA III" erwies sich als Renner. Von den 21 Grundstücken waren in kürzester Zeit 18 verkauft. Dies wirkte sich nicht nur auf die Einwohnerzahl positiv aus, auch in die Kasse der Stadt floss durch den Verkauf eine stattliche Summe.

Stellvertretende Bürgermeisterin Johanna Mertins (links) dankte Bürgermeister Richard Tischler (Mitte) für seine geleistete Arbeit zum Wohle der Stadt. Für Ehefrau Evi (rechts) gab es einen Blumenstrauß als Dankeschön.

Überhaupt ist es um die Finanzen der Stadt gut bestellt. Höhere Steuereinnahmen als geplant, der rasche Verkauf der Baugrundstücke und Baumaßnahmen, die nicht zur Ausführung kamen, ermöglichten eine Rückführung der Pro-Kopf-Verschuldung. Lag sie 2017 noch bei 513 Euro, wird sie bis zum Jahresende bis auf 451 Euro sinken. Der Landesdurchschnitt liegt bei 731 Euro. Möglich wurde dies auch durch die Rückführung der Rücklagen auf das Mindestmaß, da sonst Strafzinsen fällig geworden wären. In 2019 wurden Baumaßnahmen in Höhe von 2,8 Millionen Euro umgesetzt.

Auf 2020 geschoben

Einiges musste aus verschiedenen Gründen zurückgestellt oder auf 2020 verschoben werden. Dazu gehören als größte Posten die Sanierung des "Haas-Hauses", die Sanierung der Bahnhofstraße BA I und der Breitbandausbau. Diese drei Maßnahmen alleine erfordern eine Investitionssumme von 3,2 Millionen Euro. Weiterhin stehen auf der Agenda für 2020 und 2021 der Ausbau der GVS Weihern-Losau, der Abschluss Kellerweg, der Ausbau Brunner-Bey-Straße und der Sudetenstraße.

Auch drei Brückenbauwerke im Stadtgebiet müssen erneuert oder saniert werden. Der Holzsteg über die Pfreimd stand bereits vergangenes Jahr zur Renovierung an, wurde aber auf 2021 verschoben. Geplant ist ein begehbarer Überweg, der nicht von Autos befahrbar ist. Des Weiteren stehen die Brücke in Iffelsdorf und die Kulmbachbrücke in Untersteinbach zur Sanierung an. Trotz anders lautender Gerüchte wies Bürgermeister Tischler unmissverständlich darauf hin, dass sich das "Haas-Anwesen" im Besitz der Stadt Pfreimd befindet. Mit der eigentlichen Sanierung wird 2020 begonnen, die bis 2021 andauern wird. Bisher wurden bereits mit vier Nachnutzern Verträge abgeschlossen. Dies ist zum einen eine Praxis für Logopädie, eine Praxis für Kieferchirurgie, eine Wohnung und eine gastronomische Nutzung.

Funkloch schließen

Bei der Umgestaltung der "Haaskreuzung" hat die Stadt nur wenig mitzubestimmen. Die Baulastträger sind hier der Freistaat und der Landkreis. Die Gestaltung ist noch vollkommen offen. "Vor 2022 wird sich nicht viel tun", so Bürgermeister Tischler. Völlig überraschend kommt nun in Sachen "Funkturm Hohentreswitz" Bewegung. Noch im Dezember wird die Umrüstung des Mastes auf die Richtfunklösung angestrebt. Damit dürfte ein weiteres Funkloch geschlossen werden.

Am Ende seiner Ausführungen stellte der Bürgermeister den Dank an alle Vereine und Organisationen, die durch ihren ehrenamtlichen Dienst vieles zum Gelingen der Gemeinschaft beigetragen haben. Sein Dank galt auch den den Mitarbeitern in den städtischen Einrichtungen für ihre Mitarbeit zum Wohle der Bürger. Großes Lob zollte der Bürgermeister dem Stadtrat, der als "große Koalition des Miteinanders für Pfreimd" zusammenarbeitet und an einem Strang zieht.

"Sache gut gemacht"

"Dies alles war nur möglich, da der Bürgermeister die Weichen gestellt und sich mit ganzer Kraft für die Stadt eingesetzt hat. Du hast deine Sache gut gemacht", erwiderte die Stellvertretende Bürgermeisterin Johanna Mertins den Dank an Bürgermeister Richard Tischler. Für die Ehefrau Evi, die mit viel Verständnis die Arbeit des Bürgermeisters unterstützt, gab es als Dankeschön einen Blumenstrauß.

Einen umfangreichen Tätigkeitsbericht legte Bürgermeister Richard Tischler in der Bürgerversammlung ab.
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