16.05.2019 - 15:02 Uhr
PfreimdOberpfalz

Neuartiges Mannschafts-Spiel Kin-Ball erhält Einzug in Pfreimd

Ein neuer Trend will in Deutschland Fuß fassen: Kin-Ball. Das Drei-Mannschafts-Spiel ist als sozial-integrativer Trendsport gerade für Schulen von Interesse.

Kin-Ball heißt die neue Trendsportart, die besonders für Schulen interessant ist.
von Richard BraunProfil

Kin-Ball ist als Sportart in Deutschland nahezu unbekannt. Dabei eröffnet er für Jung und Alt, Frauen und Männer viele Möglichkeiten gleichzeitig einen Sport zu betreiben, der sich durch Kreativität und Spannung auszeichnet. Dieser noch relativ neue Sport kommt aus Kanada und wurde 1986 von dem Sportlehrer Mario Demers erfunden.

Die zunehmenden konditionellen, koordinativen aber auch sozialen Defizite seiner Schüler veranlassten ihn, ein attraktives Spiel für alle Altersgruppen zu erfinden, dass all diese Defizite kompensiert. Der Erfolg gab ihm Recht. Von Kanada aus begann die Erfolgsgeschichte auf die USA, Japan, Belgien, Frankreich und der Schweiz über zu greifen. Auch unsere tschechischen Nachbarn haben Gefallen an dem Sport gefunden.

Nur in Deutschland kennt diese Sportart kaum jemand. Dies wollen der pensionierte Gymnasiallehrer Gernot Köcher und seine Frau Marianne aus Neustadt ändern. Unterstützung fanden sie dabei in der Sportfachberaterin Renate Raab vom Landkreis Schwandorf. In der Landgraf-Ulrich-Halle hatte sie die Lehrkräfte aus den Grund- und Mittelschulen zu einer Lehrerfortbildung eingeladen, in der Kin-Ball vorgestellt worden ist. Kin-Ball ist dabei ein Mannschaftssport, der mit einem verhältnismäßig überdimensionierten Ball und drei gegeneinander antretenden Teams ausgetragen wird. Der Ball hat einen Durchmesser von 1,2 Metern, wiegt aber nur knapp ein Kilogramm.

Gespielt wird Kin-Ball mit drei gegeneinander antretenden Teams auf einem 21 mal 21 Meter großen Spielfeld. Auch Rasen ist für den Sport geeignet. Die Aufgabe jeden Teams ist es, den Ball entweder aufzuschlagen oder anzunehmen. Die Regel können dabei vielfältig abgewandelt werden, dadurch entstehen viele Spielvarianten.

Auch als Turniersport ist Kin-Ball geeignet. Die letzte Europameisterschaft fand in der Slowakei statt, die nächste Weltmeisterschaft wird in Frankreich ausgetragen. Die dafür notwendigen Investitionen sind ziemlich gering. Die Kosten für einen Ball liegen bei rund 250 Euro. Bereits ab der ersten Klasse kann mit dem Spiel begonnen werden.

Kreativ und aufregend, so beschreibt man am besten Kin-Ball.
Hintergrund:

Kin-Ball Spielregeln

Die aufschlagende Mannschaft schlägt den Ball in die Luft und ruft dabei zunächst die Farbe eines anderen Teams. Dieses muss den Ball fangen, bevor er auf den Boden fällt. Das Ziel des Spiels ist es, den Ball so zur anderen Mannschaft zu werfen, dass diese den Ball nicht fangen kann, bevor er den Boden berührt.

Ein Spielabschnitt dauert sieben Minuten. Um den Anschlag auszuführen, knien drei Spieler eines Teams unter dem Ball und halten diesen in die Höhe, während der vierte den Ball wegschlägt. Bevor der Aufschlag ausgeführt wird, muss der aufschlagende Spieler das Wort „Omnikin“ und eine Farbe des gegnerischen Teams rufen. Erst danach darf der Ball weggeschlagen werden.

Das annehmende Team muss den Ball unter Kontrolle bringen, ehe er den Boden berührt. Nachdem drei Spieler den Ball berührt haben, wird diese Mannschaft zum aufschlagenden Team. Fällt der Ball zu Boden, erhalten die anderen Mannschaften einen Punkt. Sieger ist, wer zuerst drei Spielabschnitte gewonnen hat.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.