16.12.2018 - 12:38 Uhr
PfreimdOberpfalz

Neues Gesicht nicht nur für Altstadt

Über vier Millionen Euro hat die Stadt Pfreimd heuer investiert, ohne dafür neue Kredite aufnehmen zu müssen. Das klappt, wenn die Wirtschaft brummt. Bürgermeister Richard Tischler kennt noch weitere Faktoren für diese positive Bilanz.

Im neuen Baugebiet zeichnet sich ein Ende der Erschließungsmaßnahmen bis Mai 2019 ab, dann können die Bauherrn loslegen.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Der Stadtrat habe in diesem Jahr eine Vielzahl von Aufgaben erledigt, stellte Bürgermeister Richard Tischler am Mittwoch bei der letzten Stadtratssitzung in diesem Jahr fest. "Das alles erfolgte unaufgeregt, sachorientiert und geprägt vom Willen, die Stadt gemeinsam voranzubringen und positiv weiterzuentwickeln", so seine Einschätzung. Er zählte auf, wofür das Geld ausgegeben wurde, das zu einer attraktiven und lebenswerten Stadt beitragen soll.

An erster Stelle nannte der Bürgermeister das neue Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße" (Bauabschnitt 3). Im Frühjahr habe man mit den Erschließungsmaßnahmen begonnen, die Ende Mai 2019 beendet sein sollen. Unmittelbar danach können dort die ersten Wohnhäuser gebaut werden, knapp die Hälfte der Bauplätze ist bereits verbindlich reserviert, berichtete Tischler. "Parallel dazu soll dann auch unser Recyclinghof sein neues Gesicht bekommen und größer und bedienerfreundlicher werden", meinte er mit Blick auf die ans Baugebiet angrenzenden Gebäude.

Neues Schmuckstück

Als weitere Errungenschaften dieses Jahres zählte der Rathauschef die Fußgängerampel in der Freyung, das rollstuhlgerechte Pflaster in diesem Bereich und die sanierte Stützmauer entlang der Bahnlinie in Untersteinbach auf. Mit der Neugestaltung des Hahnenkreuzes samt Eingangssituation in die Stadt habe der Künstler Engelbert Süß ein weiteres Schmuckstück für Pfreimd geschaffen. Außerdem wurden heuer wichtige Weichenstellungen für die Altstadt gesetzt, berichtete Tischler und erinnerte an den Verkauf des ehemaligen Gasthauses "Goldener Löwe" an einen privaten Investor. Man habe den Umbau der Haas-Kreuzung auf den Weg gebracht, nun stehe die Sanierung des Haas-Hauses auf der Agenda. Auch das Anwesen "Alte Schulgasse 6" soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. "Für private Sanierungsvorhaben hat die Stadt ein Kommunales Förderprogramm mit vermutlich landkreisweit einmaligen Anreizen beschlossen", betonte der Bürgermeister und verwies auf einen Zuschuss bis zu 80.000 Euro für Bauherrn. "Ich hoffe, das noch viele davon Gebrauch machen."

Was die Trinkwasserversorgung betrifft, ist man laut Tischler heuer nicht wirklich weitergekommen: Der erwartete Wasserrechtsbescheid liegt noch nicht vor, immerhin gibt es nun eine Brunnenleitung von Nabburg bis Perschen. Viel Geld sei in die Sanierung von Wald- und Feldwegen in den Ortsteilen Hohentreswitz und Pamsendorf geflossen.

Nicht zuletzt verwies der Bürgermeister aber auch auf eine Reihe von Maßnahmen, die im kommenden Jahr auf dem Programm stehen. Eine Großbaustelle wird dann die Bahnhofstraße, die von der Einmündung der Nabburger Straße bis zur Naabbrücke in Untersteinbach in zwei Bauabschnitten saniert werden soll. Nachdem die Gemeindeverbindungsstraße von Untersteinbach nach Ragenhof fertig ist, kommt die Straße von Weihern nach Losau an die Reihe.

Abgeschlossen ist laut Bürgermeister die Voruntersuchung für die Brücken im Stadtgebiet. Erster Sanierungsfall ist 2019 die Kulmbachbrücke in Untersteinbach. Der Ersatzbau für den Holzsteg über die Pfreimd habe man auf 2020 verschoben, immerhin wird er als Verbindung in die Altstadt für die Feuerwehr-Jubiläumsfeier benötigt. Im Fokus wird dann auch das Pfreimder Feuerwehrhaus stehen: Neubau oder Modernisierung lauten die Alternativen. Und was das Stadtmuseum betrifft, rechnet der Bürgermeister ebenfalls mit ersten Ergebnissen. Für den Herbst ist die Eröffnung des umgestalteten "Documents Schloss" eingeplant. Vor allem die Wirtschaftskraft bilde das finanzielle Rückgrat dieser positiven Stadtentwicklung, schloss der Bürgermeister, der bei dieser Gelegenheit Verwaltung, Behörden und Einrichtungen der Stadt für ihren Beitrag dankte. Geprägt von Dankbarkeit war anschließend auch die Rede von Zweiter Bürgermeisterin Johanna Mertins angesichts einer immer unberechenbareren Weltpolitik. Sie erinnerte an den sehr fragilen Frieden in manchen Teilen der Welt und die Soldaten, die deswegen nun von Pfreimd nach Litauen geschickt werden.

Altstadt erwacht

Erfreulich fand Mertins aber die Entwicklung in Pfreimd: "Die Altstadt erwacht aus dem Dornröschenschlaf", stellte sie fest. Die Stadt stehe finanziell gut da, der Stadtrat habe ein umfangreiches Arbeitspensum bewältigt und viele Grundsatzentscheidungen gefällt. "Unser Bürgermeister gibt nicht auf", meinte sie mit einem dankbaren Seitenblick auf Tischler, "und meistens sind zum Schluss alle zufrieden".

Auch der Pfreimder Bauhof soll ein neues Erscheinungsbild bekommen.

Fast schon wieder passierbar ist die Strecke von Untersteinbach nach Iffelsdorf dank einer sanierten Stützmauer.

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