15.03.2021 - 14:37 Uhr
PfreimdOberpfalz

Pfreimd hisst Flagge für Tibet

Die Flagge Tibets fordert für das unterdrückte Volk am "Dach der Welt" Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte. Die Initiative unterstützten von links: Bürgermeister Richard Tischler, Ludwig Rauch, Kurt Stangl und Margit Hohl.
von Richard BraunProfil

Mit ihrer Aktion „Flagge zeigen für Tibet“ wollen die engagierten Mitglieder der Tibet-Initiative an das Unrecht erinnern, das China vor 71 Jahren an dem tibetischen Volk verbrochen hat. Bereits zum sechsten Mal wird sie dabei von der Stadt Pfreimd unterstützt, die damit das Recht der Tibeter auf Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte wieder ins Gedächtnis rufen will. Anlass ist der Aufstand der Tibeter gegen die Besatzungsmacht China, die das Land seither mit eiserner Hand und unbeschreiblicher Grausamkeit unterdrückt. Mindestens 87 000 Tibeter verloren bei dem Aufstand ihr Leben. Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, musste ins indische Exil fliehen. Im Gedenken an den Volksaufstand vor 62 Jahren organisieren Tibeter und Tibet-Unterstützer jedes Jahr am 10 März weltweite Solidaritätsaktionen. Das tibetische Volk selbst hat sich für den gewaltlosen Widerstand entschieden. In diesem Jahr lautet das Motto: „Wir sehen hin – Wir sehen nicht weg!“ Mit ihrem Anliegen fanden Ludwig Rauch, Kurt Stangl und Thapa Manotji bei Bürgermeister Richard Tischler und dem Stadtrat wieder Gehör und gemeinsam hissten sie die Flagge Tibets vor dem Rathaus. Als engagierte Menschenrechtlerin richtete Margit Hohl den Blick auf das Leid der Bevölkerung in dem geknechteten Land. Über 1,2 Millionen Tibeter sind seit der völkerrechtswidrigen Besetzung durch China durch Gewalt, Terror und unvorstellbaren Grausamkeiten ums Leben gekommen wusste Margit Hohl zu berichten. „Willkürliche Vorschriften, Folterungen, Überwachung und Repressionen sind trauriger Alltag.“ Diese Aggression Chinas ist nicht nur auf Tibet beschränkt ist die Mahnung der Menschenrechtlerin. Das System der Unterdrückung wurde zuerst in Tibet erprobt und perfektioniert. „Mit der Initiative „Neue Seidenstraße“ wird das System in die ganze Welt exportiert“, mahnt Margit Hohl zu Wachsamkeit und Widerstand. Auf das große Glück in einem freien Land leben zu dürfen, wies Bürgermeister Richard Tischler in einer kurzen Ansprache hin. „Dieses Recht muss auch für Tibet gelten “, lautete die Forderung des Stadtoberhauptes, der gerne die Aktion „Flagge zeigen für Tibet“ unterstützte.

 

 

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