20.03.2020 - 16:02 Uhr
PfreimdOberpfalz

Richtig reagieren in einem Notfall

von Externer BeitragProfil

"Was ist im Notfall zu tun?": Zu diesem Thema hatte die Marianische Männerkongregation in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Schwandorf zu einem Vortragsabend in den Gasthof "Wilder Mann" geladen. Referent war Helmut Kramer, ehemaliger Berufssoldat, jahrzehntelanger Rettungssanitäter beim BRK und Fachausbilder bei den Johannitern.

Das wichtigste in einem Notfall sei es, sofort die 112 zu wählen, um einen Notruf abzusetzen, betonte der Referent eingangs. Die Rettungsleitstelle brauche dann genaue Infos, also eine Beschreibung der Situation. Das "Meldebild" entscheide dann, wer kommt. Nach der Alarmierung sei es wichtig, sich bemerkbar zu machen. Oft vergeht laut Kramer wertvolle Zeit mit der Suche nach dem richtigen Haus. Er riet dazu, das Rollo hochzuziehen, das Licht anzuschalten und fünf bis zehn Minuten nach Alarmierung möglichst einen Einweiser auf die Straße zu schicken. Wichtig in dem Zusammenhang sei es auch, am Haus eine gut sichtbare Hausnummer anzubringen.

Wenn der Notarzt vor Ort ist, macht er sich zunächst ein Bild von der Situation, eine sogenannte Sofort-Anamnese. Dazu braucht er wichtige Informationen zum Gesundheitszustand des Patienten. Da man selber in der Situation oft unter Stress steht, kommt es oft vor, dass einem einfache, aber wichtige Sachen nicht mehr einfallen. Zu diesem Zweck ist es laut Kramer sinnvoll, sich eine "Notfalldose" zu besorgen. Der darin befindliche Fragebogen mit wichtigen Infos zur Person könne dann in Ruhe ausgefüllt werden. Damit die Dose im Notfall auch gefunden wird, habe es sich bewährt, diese im Kühlschrank aufzubewahren und einen Aufkleber an der Haustür und am Kühlschrank anzubringen. Kramer empfahl den Anwesenden auch, sich beim Landratsamt einen Notfallordner zu besorgen. Darin befinden sich wichtige Unterlagen, wie zum Beispiel Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht. Zum Schluss ging Kramer noch kurz auf Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.

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