Pfreimd
12.10.2018 - 15:58 Uhr

Übersicht an der Haas-Kreuzung

Die Neugestaltung der Haas-Kreuzung nimmt konkrete Formen an. Die vorgestellte Variante des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach findet die Zustimmung des Stadtrates.

Im Zuge der Neugestaltung der "Haas-Kreuzung" fällt das ehemalige Geschäftsgebäude der Spitzhake zum Opfer. Bild: bnr
Im Zuge der Neugestaltung der "Haas-Kreuzung" fällt das ehemalige Geschäftsgebäude der Spitzhake zum Opfer.

Die sogenannte "Haas-Kreuzung" ist ein neuralgischer Knotenpunkt der St 2157 und der SAD 54 mitten in der Stadt, der dem Verkehrsaufkommen in keinster Weise gerecht wird. Leidtragende sind vor allem Busse und Lastkraftwagen, die von der Freyung kommend die A 6 ansteuern. Ohne das die anderen Verkehrsteilnehmer die Kreuzung räumen, ist ein Abbiegen nahezu unmöglich. Ähnlich unübersichtlich stellt sich auch die Situation von der anderen Seite dar. Wer aus Richtung Iffelsdorf kommt und die Kreuzung queren will, dem versperren parkende Auto die Sicht und die Einfahrt in die Kreuzung gleicht einem Lotteriespiel.

Um die Situation zu entschärfen, waren bisher zwei Varianten im Gespräch: Kreisverkehr oder Ampellösung. Gegen einen Kreisverkehr spricht das Platzangebot und eine Ampelregelung stört den Verkehrsfluss. Beide Lösungen würden außerdem an dieser Stelle das Stadtbild negativ verändern. Jetzt hat das Staatliche Bauamt, als zuständige Planungsbehörde, eine Variante erarbeitet, die Baudirektor Gottfried Weishäupl dem Stadtrat in seiner letzten Sitzung vorstellte. Die Planung sieht den Abbruch des bestehenden Anbaues an das "Haas-Haus" vor, der eine Verbreiterung der Straßenführung ermöglichen würde. Der so gewonnene Platz macht das Abbiegen zur Autobahn auch für größere Fahrzeuge möglich, ohne das die anderen Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt werden. Zusätzlich wäre noch genügend Platz für einen Gehweg. Sollte sich diese Variante nicht bewähren, könnten auch im Nachhinein noch Lichtsignale installiert werden. Mit dieser Lösung konnte sich der Stadtrat anfreunden.

Da es sich um die Kreuzung einer Staatsstraße mit einer Kreisstraße handelt, muss das Tiefbauamt des Landkreises in die Planung mit eingebunden werden. Erst wenn hier alle Details abgeklärt sind, rückt eine Umsetzung in greifbare Nähe. Baudirektor Weißhäupl sieht das Jahr 2019 als durchaus möglichen Zeitpunkt für einen Baubeginn. Zuvor steht allerdings die Stadt Pfreimd in der Vorleistung. Ihre Aufgabe ist es, den Anbau des "Haas-Hauses" abzubrechen. Der angrenzende Altbau steht unter Denkmalschutz und ist von der Maßnahme nicht betroffen. Einstimmig sprach sich der Stadtrat für diese Lösung aus.

Für Irritationen im Stadtrat sorgte eine Mitteilung der Baubehörde des Landratsamtes, das einen Stadtratsbeschluss für unwirksam erklärte. Bereits im Januar hatte der Stadtrat einem Bauvorhaben in Weihern das Einvernehmen verweigert. Diesen Beschluss hält die Baubehörde als nicht gerechtfertigt und wies den Antrag zur erneuten Prüfung an den Stadtrat zurück. Da sich an der Situation nichts geändert hat, konnte auch bei der erneuten Beratung das Einvernehmen nicht hergestellt werden. Dem Stadtrat stellte sich nun die Frage, wie so er überhaupt zu einem Bauantrag gehört wird, wenn er nichts zu bestimmen hat.

Bürgermeister Tischler machte deutlich, dass für eine Genehmigung von Bauplänen die Baubehörde des Landratsamtes zuständig ist. Des Weiteren gab Bürgermeister Richard Tischler eine Entscheidung des Stadtrates bekannt, die bereits in einer vorhergehenden Sitzung gefallen ist. Darin stimmt der Stadtrat dem Ankauf eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Feuerwehr Stein zu.

Aus den Planungsunterlagen wird die neue Straßenführung im Kreuzungsbereich ersichtlich. Bild: bnr
Aus den Planungsunterlagen wird die neue Straßenführung im Kreuzungsbereich ersichtlich.
 
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