16.07.2020 - 14:12 Uhr
PfreimdOberpfalz

Den Umweltschutz fest im Blick

Ökologie und Umweltschutz nehmen bei den Entscheidungen des Pfreimder Bauausschusses einen breiten Raum ein. Dabei werden auch unkonventionelle Wege eingeschlagen.

Auf einem stadteigenen Grundstück legten die Jagdpächter Dietmar (Dritter von rechts) und Albert Maier (Zweiter von rechts) eine Streuobstwiese an. Der Bauausschuss war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
von Richard BraunProfil

In den Fluren befinden sich oft kleinere Grundstücke, die für eine landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet sind. Die Folge ist eine Verbuschung, welche der Flora und Fauna wenig dienlich ist. Die Blühpflanzen werden zurückgedrängt und die Artenvielfalt geht zurück. Dieser Entwicklung wollen die beiden Jagdpächter Dietmar und Albert Maier in ihrem Jagdgebiet um Hohentreswitz gezielt entgegenwirken. Auf mittlerweile vier Flächen legten sie Streuobstwiesen an, die mit Blumenwiesen bereichert worden sind. Auch die Stadt Pfreimd verfügt in der Gemarkung Rappenberg über ein solches Grundstück, das für diesen Zweck geeignet ist. Dem Anliegen der Jäger, dieses Grundstück in eine Streuobstwiese umgestalten zu dürfen, kam der Bauausschuss gerne nach. Jetzt überzeugte sich das Gremium vom Erfolg dieser Maßnahme. Dietmar Maier schilderte die kräftezehrenden Arbeiten, welche notwendig waren, bis die ersten Bäume gepflanzt werden konnten. Mit Rat und Tat wurden sie dabei von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Pfreimd unterstützt, deren Vorsitzender Reinhold Kumeth sich als ausgewiesener Fachmann in den Dienst der guten Sache stellte. Auch die Kinder vom Kindergarten St. Martin waren begeistert bei der Sache und legten tatkräftig mit Hand. Auf diese Weise wurden 64 Obstbäume gepflanzt. So entstanden vier Biotope, die Mensch, Tier und Pflanzen gleichermaßen Nutzen bringen. Bürgermeister Richard Tischler dankte den beiden Waidmännern für diese Bereicherung der Natur und empfahl diese gelungene Maßnahme zur Nachahmung.

Artikel über vorhergehende Stadtratssitzung

Pfreimd

Mit einem ganz anderen Thema zum Umweltschutz hatte sich der Bauausschuss im städtischen Bauhof zu befassen. Die bestehende Ölheizung ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Dazu wurde ein Planungsbüro beauftragt, das Alternativen vorschlagen und dabei die staatliche Förderung auskundschaften soll. Im ersten Anlauf wurde an eine Gasheizung mit Wärmepumpe gedacht. Der Planer stellte in diesem Fall eine 40-prozentige Förderung in Aussicht, die sich aber beim genaueren Hinsehen als nicht kostenrechnend erwies. Hier war von entscheidendem Vorteil, dass sich im Bauausschuss eine Reihe von Fachleuten befindet, die mit der Materie bestens vertraut ist. Für sie war der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und die Nutzung der Sonnenenergie die bessere Alternative. Nach ausführlicher Diskussion einigte sich das Gremium auf eine Pelletheizung in Verbindung mit einem Pufferspeicher, der mit Sonnenenergie aufgeheizt werden kann. Damit werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch dem Umweltschutz Rechnung getragen.

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