Gabi Schönberger (Kindergarten St. Martin) und Daniela Kielhorn (Franziskuskindergarten) atmen durch: Bis Pfingsten soll in Bayern die Hälfte der Kindergarten- und Krippenkinder wieder in die Betreuung zurückkehren. Seit 16. März können hier nur Väter und Mütter, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, ihre Kleinen in Notgruppen unterbringen.
Diejenigen, die wochenlang daheim bleiben müssen, vermissen ihre Freunde, ihren gewohnten Tagesablauf. Doch die Erzieherinnen machen das Beste aus der ungewohnten Situation und entwickeln viel Fantasie, um Kontakt zu halten. "Wir schicken den Eltern und Kindern Videobotschaften", erzählt Kindergartenleiterin Gabi Schönberger. Zum Geburtstag der Kleinen gibt es ein Lied aus dem Kindergarten, Karten und Briefe werden verfasst. Über die Homepage werden Naturspiele, Schwungübungen oder Experimente mit Gummibärchen angeboten. Ähnliche "Bausteine" nutzt auch der Franziskuskindergarten, um die Beziehungen aufrecht zu erhalten.
Die Situation stellt die Erzieher täglich vor neue Herausforderungen. "Die Kinder der Notbetreuung sind bei uns in feste Gruppen von etwa fünf Kindern eingeteilt, die immer vom selben Personal betreut werden," erläutert Daniela Kielhorn. So könnten Infektionsketten leichter nachvollzogen werden. Ein großes Plakat mit "Wir denken an euch - bleibt's gsund" ziert das Tor des Franziskuskindergartens.
Ein schönes Projekt hängt im Kindergarten St. Martin an einer fast 30 Meter langen Wäscheleine: Die Kinder bastelten Schmetterlinge, die für das Seniorenheim "St.-Johannis-Stift" und die Nachbarschaftshilfe gedacht sind, um damit eine kleine Freude zu bereiten. Da der Muttertagsbesuch der Kinder im Altenheim ausfallen muss, bringt Gabi Schönberger die Schmetterlinge vorbei. 412 Exemplare wurden insgesamt gebastelt. An den Schmetterlingsflügeln klebt so mancher Wunsch: "Dass bald alles vorbei ist und wir wiederkommen können".
Die Erzieherinnen, die in den letzten Wochen auch Masken für die Vorschul- und Hortkinder genäht haben, freuen sich, dass ihre Arbeit anerkannt wird. Von den Eltern erhalten sie nette Mails und Briefe. Es hängt auch hin und wieder eine Tüte mit Pralinen und einem "Danke" an der Eingangstür.













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