Aus Solidarität mit dem tibetischen Volk hissen deutschlandweit am 10. März Städte, Gemeinden und Landkreise an den Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die tibetische Flagge. Sie ist das Symbol des Rechts der Tibeter auf Selbstbestimmung. Aufgrund ihrer Symbolik ist die tibetische Flagge in Tibet selbst strengstens verboten. Ihr Besitz oder ihr öffentliches Zeigen werden von der chinesischen Regierung hart bestraft.
Seit seiner Besetzung durch chinesische Truppe im Jahre 1950 herrschen am "Dach der Welt" Willkür, Folter, politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die Besatzungsmacht. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. 87 000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, musste ins indische Exil fliehen. Die chinesische Regierung lehnt seither jegliche Verhandlungen mit den Tibetern ab. Im Gedenken an den Volksaufstand organisieren Tibeter und Tibet-Unterstützer jedes Jahr am 10. März weltweit Solidaritätsaktionen.
Das tibetische Volk selbst hat sich für den gewaltlosen Widerstand entschieden. Dieses Anliegen fiel bei Ludwig Rauch aus Weihern auf fruchtbaren Boden. Unter Beteiligung von Amnesty International, vertreten in Pfreimd durch Kurt Stangl, trugen beide ihr Anliegen Bürgermeister Richard Tischler vor. Spontan erklärte sich dieser bereit, die Aktion zu unterstützen. Am Freitagvormittag hissten die Beteiligten die Flagge vor dem Rathaus, die bis Montag als Zeichen der Solidarität stehen bleibt. Der Zeremonie wohnten einige Pfreimder Bürger bei, unter ihnen auch stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, welche die Aktion mit Beifall begleiteten.













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