16.05.2019 - 08:19 Uhr
Pfrentsch bei WaidhausOberpfalz

Bürgermeisterin erhält einige Hausaufgaben

Mit unerwarteten Anliegen sieht sich Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Ortsteilversammlung in Pfrentsch konfrontiert. Sie versichert: „Davon höre ich heute das erste Mal.“

Rund um die Hauberrisserkapelle (Bildmitte) vermissen die Anlieger eine Erfüllung der Räum- und Streupflicht durch die Marktgemeinde Waidhaus.
von Josef ForsterProfil

Den Reigen der Informationsveranstaltungen eröffnete die Marktgemeinde am Mittwochabend im Gasthaus Frölich. Ein erster Dank der Bürgermeisterin ging an Marktrat Ewald Zetzl, der das große Tor am neu erworbenen Gemeindestadl gemeinsam mit Bauhofleiter Johannes Grötsch in Ordnung brachte. Zu dem von Marktrat Thomas Müller (Pfrentscher Liste) angesprochenen Abbau des Holz-Klettergerüsts auf dem Kinderspielplatz zwischen Feuerwehrhaus und Sportheim kündigte die Rathauschefin die Vergabe eines Ersatzgeräts in der Junisitzung des Marktrats an.

Die Wintermonate liegen zwar schon länger zurück, dennoch stellte die Räum- und Streupflicht einen entscheidenden Schwerpunkt dar. Anlieger der Hauberrisserkapelle monierten: „Rund um die Kapelle wird nirgends mehr geräumt und auch nicht gestreut.“ Nun müsse das Thema „endlich einmal auf den Tisch, vor allem deshalb, weil das schon seit Jahren so ist.“ 15 bis 20 Gläubige nutzten jeden Samstag das Gottesdienstangebot am Morgen. Überwiegend handle es sich dabei um ältere Leute. Darüber hinaus wiesen die Beschwerdeführer auf das hohe Alter der beiden Geistlichen hin, welche unter schlechten Wegverhältnissen genauso litten. Die Bürgermeisterin erklärte, davon erstmals Kenntnis zu erlangen und versprach: „Ich werde mich darum kümmern.“

Ehrenkommandant Johann Lang sprach die Situation im Hammergraben an. Dort hielten sich seit dem Ausbau Schnee und Eis noch länger, weil „keine Sonne und keine Wärme hineinkommen“. Drei bis vier Wochen dauere der Winter in diesen Gassen länger. Die Situation des Schotterwegs zwischen dem Schützenhaus und dem Neubaugebiet war ebenfalls ein Thema. Die Bürgermeisterin gab die Auskunft, dass sich daran noch längere Zeit nichts ändern werde.

Lang brachte eine weitere heikle Sache zur Sprache: Die 1983 gebaute Trinkwasserleitung aus Waidhaus bestehe seiner Kenntnis nach noch überwiegend aus 200er Asbestzementrohren. Weil der Ortsteil plötzlich nicht mehr ausreichend Wasser gehabt habe, sei die Leitung im Eiltempo gebaut worden. Wie tief die Rohre lägen, wo genau und in welchem Zustand sich diese befänden, dürfte überwiegend unklar sein. Der verwendete Asbestzement bringe bei Rohrbrüchen jedoch eine erhebliche Gefährdung für das Trinkwasser mit sich. Kirzinger verwies auf die laufenden Kontrollen der Wasserqualität, sicherte jedoch zu, sich darum anzunehmen.

Zur mangelhaften Netzabdeckung bei der Handynutzung informierte die Bürgermeisterin von einer Erhebung des Landratsamtes, weil ja alle Waidhauser Ortsteile unter einem mangelnden Empfang zu leiden hätten. Bei dem Projekt würden alle vorhandenen Funkmasten erfasst und der Fehlbestand im ganzen Landkreis ermittelt. Bis Ende des Jahres solle die Erhebung abgeschlossen sein, dann würden damit neue Initiativen beraten. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl bestätigte eine in diesem Zusammenhang aufgeworfene Erhöhung der Leistung mancher Funkmasten: „Da wurde wohl irgendwo etwas draufgeschaltet.“

Zur Sanierung des Dorfplatzes sicherte die Rathauschefin unter Hinweis auf die im Gemeindehaushalt enthaltenen Mittel eine Durchführung der Planung noch heuer zu, sowie einen Start der Baumaßnahme im nächsten Jahr. Dieselbe Priorität räumte sie dem Ausbau der Straße nach Burkhardsrieth ein, wobei dies eine Gemeinschaftsmaßnahme mit der Stadt Pleystein werden solle. Die Nachbarkommune habe bereits Interesse signalisiert. Von Vorteil sei die hohe Bezuschussung mit bis zu 90 Prozent durch das Programm „integrierte ländliche Entwicklung“.

Die im Hammergraben außerordenlich lange liegenden Schnee- und Eisreste bringt Ehrenkommandant Johann Lang zur Sprache.
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