Pirk
28.11.2019 - 15:01 Uhr

Bürgerversammlung in Pirk: Kinderkrippe viel zu klein

Bei der Bürgerversammlung Pirk gibt es von Bürgermeister Michael Bauer Neuigkeiten zum Baugebiet "Schlosspaint", zur Erweiterung des Kinderkrippe und zu den Verzögerungen am Sportpark.

von fsb
Bürgermeister Michael Bauer, der nicht mehr zur Wahl 2020 antritt, gibt seinen letzten Rechenschaftsbericht. Bild: Schönberger, Ferdinand [fsb]
Bürgermeister Michael Bauer, der nicht mehr zur Wahl 2020 antritt, gibt seinen letzten Rechenschaftsbericht.

Zu seiner letzten Bürgerversammlung, an der rund 20 Gemeindebürger teilnahmen, hatte Bürgermeister Michael Bauer ins Rathaus geladen. Im ersten Teil seiner Ausführungen befasste er sich anhand grafischer Darstellungen mit Zahlen und Statistiken. Bedingt durch das damalige Baugebiet Kapellenweg war 2003 eine Einwohnerzahl von 1 932 erreicht worden. Sie sank bis 2012 auf 1785 und stieg auf derzeit 1905. Die Zahl der Geburten pendelte sich in den letzten Jahren und auch auf 17 ein. Die Josef-Faltenbacher-Schule besuchen bei aufsteigender Tendenz in diesem Schuljahr 149 Schüler. Im Kindergarten sind 70, in der Krippe 19 Kinder angemeldet. Der Schuldenstand der Gemeinde, der 2011 durch den Bau der Mehrzweckhalle mit 4.210.324 Euro seinen Höchststand erreicht hatte, fiel seither kontinuierlich auf nunmehr 871.913 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 465,77 Euro entspricht. An Kreisumlage mussten in diesem Jahr rund 998.000 Euro, an die Verwaltungsgemeinschaft 270.000 Euro und an den Abwasserzweckverband 119.000 Euro bezahlt werden.

Danach ging Bauer besonders auf vier Schwerpunkte des Jahres ein. Er erläuterte den Baufortschritt beim Sportpark, der heuer auf jeder der neun Gemeinderatssitzungen Thema war, und lobte die drei beteiligten Firmen für ihre Leistungen und gute Zusammenarbeit. Bei der Baumaßnahme in Höhe von 5.214.000 Euro plus Honorare kam es wegen der Probleme bereitenden Bodenbeschaffenheit zu Mehrkosten. Derzeit gibt es eine Verzögerung bei den Holzbauarbeiten. Zur Verpachtung des Sportheims führt die Gemeinde Gespräche, die im Januar zu einer Vorstellung der Bewerber im Gemeinderat und danach zur Vergabe führen sollen.

Bei der Kinderkrippe mit 15 genehmigten Plätzen besteht innerhalb der beiden nächsten Jahre dringender Handlungsbedarf, da etwa 35 Plätze erforderlich sind. Deshalb wird ab Ende 2020 das Projekt eines Neubaus im Bereich der alten Kegelbahn aktuell. In der Schule schreiten die Veränderungen durch die Digitalisierung, die mit etwa 80 Prozent gefördert wird, voran. Alle Klassenzimmer wurden 2019 mit W-Lan ausgestattet, in dreien interaktive Tafeln angebracht. Demnächst wird der Glasfaser-Anschluss erfolgen.

Beim Bebauungsplan „Schlosspaint“, zog sich die Firma Schwab zurück. Der Inhaber befürchtete Nachbarklagen, bemängelte, dass der Gemeinderat nicht voll hinter seinem Projekt stand, und erhielt ein gutes Angebot an seinem Wohnort Vohenstrauß. In der nächsten Sitzung soll dieser Plan geändert werden, da der Gemeinde ein konkretes Angebot eines Interessenten vorliegt.

In seinem Ausblick auf die nächsten Jahre erläuterte Bauer, dass bei der Firma Constantia durch Änderungsbauanträge, die derzeit beim Landratsamt geprüft werden, die Werks- in eine Betriebsfeuerwehr umgewandelt werden könnte. Das würde den Kauf eines zusätzlichen Löschfahrzeuges und den Bau eines weiteren Gebäudes für die Feuerwehr bedeuten.

Für die notwendige Sanierung der Kläranlage in Hochdorf erfolgen im nächsten Jahr die Ausschreibung und der Baubeginn. Die bisher durch die Muglhofer Gruppe gewährleistete Wasserversorgung der östlichen Ortsteile Engleshof, Enzenrieth, Gleitsmühle, Hochdorf, Matzlesberg und Zeissau mit etwa 21.000 Kubikmeter Wasser jährlich soll künftig die Steinwaldgruppe übernehmen. Der vor etwa 25 Jahren mit ihr geschlossene Vertrag sieht eine maximale Abnahme von 115.000 Kubikmeter Wasser vor. Trotz neuer Baugebiete wurde in der Gemeinde in den letzten Jahren jeweils nur etwa 72.000 Kubikmeter verbraucht.

Es gab einen schriftlichen Antrag von Christiane Vicupa auf Anbringung eines Verkehrsspiegels an der Einmündung der Rothenstädter Straße in die Kirchenstraße vor. Bauer erklärte zu der für ihn sinnvollen Anregung, dass hierfür Kontakt mit dem Straßenbauamt aufgenommen werden muss, da es sich um Kreisstraßen handelt. Matthias Bayerl bezweifelte die Notwendigkeit der Fahrstrecke des Linienbusses durch die Salzstraße Richtung Feuerwehrhaus. Dies, so Bauer, könne erst in zwei Jahren geklärt werden, da erst vor kurzem eine Vergabeverlängerung erfolgte. Dieter Schwab erkundigte sich über die kirchliche Trägerschaft der Kinderkrippe. Da in einer vorgesehenen künftigen Seelsorgeeinheit der Pfarreien Pirk und Schirmitz gemeinsam nur sechs Gruppen Förderung erfahren würden, braucht die Gemeinde neue Träger, wofür bereits ein erstes Gespräch stattfand.

 
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