31.07.2020 - 21:05 Uhr
PirkOberpfalz

Debatte um Plan für Kinderkrippe

Wieder zeigen die Pirker mit knapp 20 Zuhörern Interesse an der Sitzung des Gemeinderates in der Aula der Josef-Faltenbacher-Schule. Diese erlebten bei einer vielfältigen Tagesordnung durchaus kontroverse Diskussionen.

Das Modell der neuen Kinderkrippe präsentierte der Amberger Architekt Michael Flierl.
von Redaktion ONETZProfil

Gesprächsbedarf gab es in der Sitzung insbesondere beim Thema Kinderkrippe. Zur Errichtung einer weiteren Kinderkrippe für zwei Gruppen mit 350 Quadratmetern Nutzfläche stellte der Amberger Architekt Michael Flierl den Lageplan und die Eingabeplanung mit Kostenberechnung vor.

Dabei wird die bisherige Kegelbahn abgerissen und ein neues Gebäude gebaut. Die Kosten betragen netto 1 285 000 Euro für das Bauwerk, die Technik, die Abbrucharbeiten, die Außenanlagen mit Terrassierung, die Ausstattung im Gebäude und die Nebenkosten. Als nicht optimal sahen einige Räte erneut die – im als Mehrzweckraum konzipierten Spielflur vorgesehenen – Garderoben an. Dieter Schwab bemängelte, dass die Anregungen aus erster Beratung nur zu ein bisschen Kosmetik im Plan geführt hätten. Sowohl Martin List als auch Klaus Ermer und Anja Scharnagl plädierten für einen separaten Bereich für die Umkleiden. Tobias Forster sah die Chance einer Verschiebung der Garderobe im Raum.

Heiße Diskussionen um neue Kinderkrippe

Pirk

Vorgeschlagen wurde auch eine Vergrößerung des Warteraums auf Kosten der Fläche des Zimmers der Kinderkrippenleitung. Doch dieses, so Flierl, sei eh schon in minimaler Größe und durch die Förderung vorgegeben. Man könne auch den Windfang mit Glas verkleiden, was aber etwa 40 000 Euro an Mehrkosten bedeuten würde, die nicht gefördert werden.

Für Thomas Fritsch gehören die Garderoben zu den Gruppenräumen. Das habe sich bewährt und eine tägliche Reinigung der Räume sei so gegeben. Schließlich herrschte Einverständnis, den zu ändernden Plan nochmals dem Gremium vorzulegen, ehe er beim Landratsamt eingereicht wird. Dadurch können aber noch keine Förderanträge gestellt werden und Verzögerungen eintreten, gab Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert zu Bedenken.

Bebauungsplan gebilligt

Der Bebauungsplan "Schloßpaint I" war aufgrund der Parzellierung und der Errichtung einer Erschließungsstraße in der Ursprungsfassung erneut ausgelegt worden. Die von fünf Trägern öffentlicher Belange vorgebrachten Anregungen wurden eingearbeitet und einstimmig befürwortet. Zudem gab die Rechtsanwaltskanzlei MTG Reithlinger & Breig und Partner, Kelheim, bei der Bürgerbeteiligung für ihre drei Mandanten eine Stellungnahme ab. Darin wurden früher vorgebrachte Punkte weiterhin aufrecht erhalten.

Es handelt sich jedoch nicht um die erste Veränderung, sondern um das Verfahren des ursprünglichen Bebauungsplans. Ohne Gegenstimmen wurde schließlich der Bebauungsplan gebilligt und die Satzung für das Gewerbe- und Mischgebiet "Schloßpaint I" mit integrierter Grünordnung erlassen. Trotz laufendem Normenkontrollverfahren können Bauanwärter dennoch Anträge erfolgreich stellen.

Ulmen statt Pappeln

Im Industriegebiet "Richard-Hülsmann-Allee" wurden offenbar an der Westseite große Wurzeln der Pappeln bei der Herausnahme einer Wasserleitung abgeschnitten, so dass drei Bäume völlig abgestorben und weitere massiv beschädigt sind. In einem Schreiben der Unteren Naturschutzbehörde werden eine Ersatzpflanzung und ein Pflanz- und Pflegekonzept empfohlen. Im Gespräch des Bürgermeisters Dietmar Schaller mit der Firma Constantia wurde vereinbart, dass diese die Kosten für das Entfernen der Bäume übernimmt. Architekt Gottfried Blank (Pfreimd) schlug vor, die 17 Pappeln durch 13 Säulenulmen zu ersetzen, eine schnell wachsende, Trockenheit ertragende, charakteristische Baumart. Die Bäume hätten 14 bis 16 Zentimeter Stammumfang und würden je etwa 500 Euro kosten. Zwei weitere Jahre Entwicklungspflege werden mit ausgeschrieben. Diesem Verfahren wurde mit 13:0 zugestimmt.

Grundriss der neuen Kinderkrippe.
Die alte Kegelbahn, die durch den Neubau der Kinderkrippe abgerissen wird
Abgestorbene Bäume auf der Westseite der Pappelallee
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