29.05.2020 - 15:36 Uhr
PirkOberpfalz

"Gigantische Verteuerung": Arbeiten für Sportpark Pirk kostspieliger als gedacht

Die Fertigstellung des neuen Sportparks schreitet zügig voran. So befassten sich der Gemeinderat in etliche Tagesordnungspunkte mit dieser Baumaßnahme. Die Kosten sind teilweise doppelt so hoch wie geschätzt.

Die Begrünung der beiden Rasensportplätze des neuen Sportparks hat sich gut entwickelt. Für das Sportfunktionsgebäude (rechts) wurden weitere Arbeiten vergeben.
von Redaktion ONETZProfil

Die Räte stimmten den Vergaben der Aufträge im Zusammenhang mit dem Sportpark jeweils geschlossen zu. Doch die teilweise großen Unterschiede zwischen Kostenschätzung und Angebotspreis stießen beim Gremium auf Unverständnis. Bürgermeister Dietmar Schaller und Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert führen diese auch auf die derzeitige Marktsituation sowie erhöhte Lohn- und Materialkosten zurück.

Bei den Bodenbelagsarbeiten erhielt die Firma "Sperer & Moser" aus Plößberg, für 45.224,97 Euro (Schätzung 39.964,21 Euro) den Zuschlag. Die Malerarbeiten wurden bei geschätzten Bruttokosten von 9.500 Euro für 25.870,40 Euro an die Firma Planek aus Weiden vergeben. Eine größere Differenz ergab sich auch bei der Vergabe der Innentüren. Hier erhielt die Schreinerei Wittmann, Schirmitz, bei einer Kostenschätzung von 19.810 Euro für 32.706,08 Euro den Auftrag. Tobias Forster sprach von einer gigantischen Verteuerung bei den Malerarbeiten.

Josef Kummer fragte sich, warum die Ausschreibungen nicht früher stattgefunden haben, da die Kostenschätzung bei den Malerarbeiten vom Januar 2019 stamme. Thomas Fritsch forderte, die Schätzungen generell zu hinterfragen. Martin List bemängelte, dass das Gremium keinen Einfluss auf Qualität und Gestaltung der Türen habe und der Architekt vor der Vergabe sich dazu stellen müsse. Dass Handlungsbedarf besteht, sei, so Schobert, schon bei der vorausgehenden Bauausschuss-Sitzung zum Vorschein gekommen. Unglücklicherweise dauerte die Nachprüfung der Angebote bis zum Nachmittag des Sitzungstages an. Die Baumaßnahmen müssen aber weitergehen, doch man brauche künftig für die Vergabe mehr Zeit als in der Vergangenheit. Für Klaus Ermer war klar, dass der Architekt „zur Stelle“ sein müsste. Hildegard Schreier regte an, dass Architekt Stefan Kunnert in der nächsten Sitzung seine Schätzungsangaben mitbringt und die Sache erklärt.

Den Zuschlag für die Fliesenarbeiten, die sich im Vergleich zur Schätzung um knapp 4700 Euro verteuerten, erhielt die Firma Fliesen-Tonka aus Marktredwitz für 73.983,37 Euro. Die Errichtung einer mobilen Trennwand wurde an die Firma Günther aus Glatten für 18.711,56 Euro (Schätzungskosten 20.000 Euro) vergeben.

Beim Pflasterbelag im Bereich Durchgang/Zugang zum Gebäude plädierte der Bauausschuss für anthrazitfarbene, beschichtete Platten. Als Anhaltspunkt für einen Preisvergleich soll von der für den Außenbereich zuständigen Firma Rolf Schmidt, Schirmitz, ein Angebot eingeholt und dann ein Preisvergleich mit der Schätzung durchgeführt werden. Zur Trennwand in der Kegelbahn zum Zuschauerraum stellte sich die Frage nach der generellen Notwendigkeit. Doch Lärmschutz, unterschiedliche Raumtemperaturen und die Möglichkeit der Nutzung als Besprechungsraum sprachen letztendlich für eine Abtrennung. Diese soll nicht mit Verstrebungen, sondern als durchgehende Glaswand erfolgen (7625 Euro netto).

Bericht über den Sportpark Pirk

Pirk
Info:

Weitere Punkte der Sitzung

Beim Grundstück auf Flurnummer 2184/9 in der Pfr.-Gottfried-Leibl-Straße stellten die Besitzer den Antrag auf Erhöhung einer Grenzmauer von 80 auf 120 cm, abweichend vom Bebauungsplan. Bei starken Regengüssen bestehe die Gefahr der Abschwemmung von Erdreich. Martin List befürchtete bei einer Zustimmung weitere Bezugsfälle. Die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes (Stützmauer 80 cm, Einfriedung bis 1,20 Meter) wurde mit 12:1 erteilt; ein möglicher zusätzlicher Zaun würde die Höhe überschreiten.

Unter Sonstiges gab Schaller bekannt, dass die Verlängerung des Holunderweges nach Osten als Feld- und Waldweg ausgewiesen sei und daher eine von Andreas Geiger angeregte Geschwindigkeitsbeschränkung nicht möglich ist. Die drei Poller im Holunderweg sollen laut dem Beschluss des Gemeinderates vom 16. April 2020 aufgestellt und später ihr Nutzen überprüft werden. Dieter Schwab regte noch das Zuschneiden von den Gehweg behindernden Bäumen und Sträuchern in der Rothenstädter Straße und der Kirchenstraße an. Acht Zuhörer waren bei der Sitzung dabei.

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