Die besondere Atmosphäre des Galeriesaals im historischen Schwab-Gewölbe bot den idealen Rahmen für einen intimen Konzertabend. Von Beginn an war eine konzentrierte, beinahe gespannte Aufmerksamkeit im Raum zu spüren, die ganz auf die Musik gerichtet war. Mit der ersten Suite in G-Dur, BWV 1007, von Johann Sebastian Bach eröffnete Ulrike Hofmann den Abend.
Das Prélude daraus ist eines der bekanntesten Werke der Celloliteratur, ein echter „Gassenhauer“, der zum festen Repertoire gehört und fast schon als musikalisches Aushängeschild gilt. Sofort zog die Künstlerin ihr Publikum in den Bann. Hofmann verstand es im weiteren Verlauf, die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instruments gekonnt zur Geltung zu bringen.
Neben der barocken Klarheit bei Bach forderten vor allem die Werke des 20. Jahrhunderts höchste Konzentration und technische Souveränität. Während die Sonate von George Crumb mit ihren wechselnden Klangfarben und Spieltechniken ein feines Gespür für Nuancen verlangte, beeindruckte die Suite von Gaspar Cassadó mit virtuosen Passagen, komplexen Mehrfachgriffen und großer Klangfülle. Dabei stand weniger das reine technische Moment im Vordergrund, sondern vielmehr die große Bandbreite des Ausdrucks, die Hofmann ihrem Instrument entlockte: Ruhig getragene Linien wechselten sich mit kraftvollen, intensiven Passagen ab.
Gerade im letzten Werk wurde die emotionale Wirkung noch einmal besonders spürbar und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Zwischen den einzelnen Stücken gab die Cellistin kurze Einblicke und Erläuterungen, die zusätzliche Zugänge zur Musik eröffneten und das Hörerlebnis vertieften. Als Zugabe griff Ulrike Hofmann noch einmal zu Johann Sebastian Bach und ließ den Abend mit einer Sarabande aus einer anderen Suite ruhig und stimmig ausklingen. Mit dem Konzert unterstrichen die Kultur-Freunde einmal mehr ihr Engagement für ein lebendiges Kulturleben in Pirk.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.