06.09.2020 - 09:11 Uhr
PirkOberpfalz

Mobilfunklücke in Pirk bald Vergangenheit

Bürgermeister Dietmar Schaller freut sich wie vermutlich viele weitere Pirker über den Förderbescheid zum Netzausbau. Das neue Förderprogramm der Staatsregierung soll das Mobilfunknetz nachhaltig verbessern

Minister Hubert Aiwanger (links) überreicht Bürgermeister Dietmar Schaller den Förderbescheid.
von Redaktion ONETZProfil

„Wie stehts im Spiel des FC Bayern?“ Diese Frage des damaligen Bürgermeisters Michael Bauer im Ortsteil Matzlesberg konnte nicht durch einen Blick aufs Handy beantwortet werden. Die „Golan-Höhen“ der Gemeinde Pirk liegen nämlich in einer Mobilfunklücke. Doch das soll jetzt anders werden.

So wie 15 seiner Kollegen erhielt Bürgermeister Dietmar Schaller am Dienstag in Regensburg im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger persönlich den Förderbescheid für seine Gemeinde, die einzige aus dem Landkreis Neustadt/WN, überreicht.

Dabei fand er auch Zeit für ein kurzes Gespräch mit dem Minister, dem Pirk durch das Ausfahrtsschild auf der A 93 bekannt ist. Die Bayerische Staatsregierung stellt für den Netzausbau acht Millionen Euro an 16 weitere bayerische Gemeinden zur Verfügung – bei einem Höchstförderbetrag von 500 000 Euro je Gemeinde.

Mit dem am 1. Dezember 2018 gestarteten „Bayerischen Mobilfunkförderprogramm“ will sie innerhalb von drei Jahren die Verfügbarkeit und Übertragungsqualität der Mobilfunknetze nachhaltig verbessern und mit der Versorgung dünn besiedelter ländlicher Regionen die Grundlage für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg Bayerns schaffen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist die Basis für die Gigabit-Gesellschaft von morgen.

Regierungspräsident Axel Bartelt betonte, Bayern habe mit diesem Programm Neuland betreten und sei damit Vorreiter. Das Team des Bayerischen Mobilfunkzentrums an der Regierung der Oberpfalz, welches die Förderung für den gesamten Freistaat abwickle, unterstütze intensiv die betreffenden Gemeinden. Für Minister Aiwanger zeigt die enge Begleitung des Netzausbaus durch den Freistaat Wirkung. Im ersten Halbjahr haben die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica in Bayern 1 996 bestehende Sendemasten ausgebaut und 224 neue Standorte in Betrieb genommen. Sie hätten klare Versorgungsauflagen und er setze sich bei der Bundesnetzagentur für deren Kontrolle und konsequente Durchsetzung ein.

Nach einem Informationsschreiben der Regierung der Oberpfalz im Oktober 2019, wonach überprüft werden könne, wo Mobilfunkempfang noch nicht möglich sei, bekundete damals die Gemeinde Pirk mit Bürgermeister Bauer ihr Interesse. Die Anmeldung dazu erfolgte im März 2020. Suchkreisabfrage und Markterkundungsverfahren mit Messungen ergaben die Notwendigkeit eines Ausbaus, der nun mit dem Förderbescheid besiegelt wurde.

Das Programm zur Schließung von Funklöchern fördert die Kosten für den Bau von Masten, Fundamenten und Leerrohren mit bis zu 80 Prozent. Die Mobilfunkbetreiber mieten die Standorte und installieren dort moderne LTE-Sendeanlagen. Mit der Umsetzung kann in Kürze begonnen werden.

Der Landkreis Neustadt/WN bietet einen besonderen Mobilfunk-Service an

Neustadt an der Waldnaab
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