10.07.2019 - 16:42 Uhr
PirkOberpfalz

Naabtalradweg: Drei Varianten für Radler

Seit Anfang November 2018 verläuft der Naabtalradweg nach der Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma Constantia nicht mehr von Neubau nach Pirkmühle, sondern über Rothenstadt nach Pirk. Die Suche nach einer besseren Variante läuft.

Die meisten Pirker wissen, dass der Radweg über die Naab auf Höhe Constantia gesperrt ist. Weidener sind trotz eines Hinweises bei Neubau immer wieder überrascht. Die Gemeinde arbeitet an einer Lösung, die alle zufrieden stellt.
von FSBProfil

Der Wunsch des Gemeinderates war es, mögliche kürzere Alternativen in Betracht zu ziehen. Deshalb erhielt das Ingenieurbüro Kohl den Auftrag zur Erstellung einer Studie zur Verlegung des Radweges.

Herbert Käs erläuterte drei Varianten sowie deren Kosten und Wertung. Die Varianten I und II würden über den so genannten Werksbach bei der Brücke nahe der ehemaligen Schneider-Villa beziehungsweise hinter dem unteren Tor des ehemaligen Fußballplatzes führen, Variante III verläuft auf dem Damm des Flutkanals weiter zur schmalsten Stelle über die Waldnaab jeweils Richtung Kläranlage.

Dabei wären der Bau eines Gehwegs (500 Meter, 770 Meter oder 990 Meter) und einer Brücke (mit Spannweiten von 20, 24 oder 2 mal 30 Meter), bei Variante III plus eines Pfeilers in der Waldnaab erforderlich. Bei den Varianten I und II müsste eine Abstimmung mit der Stadt Weiden wegen der Brücke bei Neubau erfolgen, bei Variante III eine Prüfung eventueller Beteiligung der Stadt. Denn diese Brücke würde entfallen.

Bei Variante I würden sich die Radfahrer teilweise auf dem Firmengelände bewegen, eine Erweiterung der Firma wäre problematisch. Positiv wäre allerdings, dass Eingriffe in die Belange der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes hier gering wären. Bei den beiden anderen Streckenführungen seien sie mittel beziehungsweise erheblich, so der Experte.

Ein 100-jähriges Hochwasser würde bei den Varianten II und III den Damm des Flutkanals überwinden. Die Baustellenzufahrt müsste bei Variante I und II mit der Constantia besprochen werden, bei Variante III gäbe es sehr beengte Verhältnisse. Außerdem handelt es sich bei Route III um einen sehr abflussreichen Bereich mit Errichtung eines großen Brückenbauwerks und eines rund 1000 Kubikmeter umfassenden Retensionsraums für die Rampen. Der müsste ortsnah ersetzt werden. Angesichts geschätzter Kosten mit Ersparnis bei wassergebundener Decke von 425 000 Euro (I), 640 000 Euro (II) und 1 395 000 Euro (III) und vieler Probleme sprach sich Lorenz Gebert für eine "Variante IV" aus: die Beibehaltung der momentanen Route über Rothenstadt. Bürgermeister Bauer, dessen Gespräche über eine Förderung mit dem Staatlichen Bauamt, mit der Regierung und dem damaligen Staatssekretär Albert Füracker negativ verliefen, will über Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht vom Umweltministerium Zuschüsse erbeten und das Thema im Herbst erneut auf die Tagesordnung stellen.

Gut abgesperrt ist der Naabtalradwegs bei Pirk
Nach der Erweiterung von Constantia Hueck ist der Naabtalradweg bei Pirk gesperrt. Die Gemeinde sucht jetzt nach Alternativen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.