Ohne diese Bauteile hätten im Falle der Aufstellung die Holzbauwände den Winter über mit Folie abgedeckt werden müssen. Bürgermeister Michael Bauer sprach in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch von einer „gewissen Verzögerung“ beim Bau des Sportfunktionsgebäudes mit Nebengebäuden. Architekt Stefan Kunnert schilderte die aktuelle Situation, die einen weitgehenden Abschluss der Baumeisterarbeiten zeigt. So wurde laut Architekten der Rohbau vermessen, bei dem die sogenannte Messtoleranz von 1 cm bis 1,5 cm eingehalten wird. Jetzt könnten nach den Erläuterungen Kunnerts auch die Holzbauwände gesetzt werden. Dies mache aber wenig Sinn, wenn das Dach nicht gleichzeitig aufgesetzt werden könne.
Rein „formell“ sei die Lieferfirma für die fehlenden Nagelbrettbinder „in Verzug“ gesetzt worden. Klar erteilte der Architekt möglichen Gedanken nach Schadenersatzforderungen eine Absage: Hier müssten echte Einbußen nachgewiesen werden. Die Verzögerungen sind nach Erkenntnis des Architekten der derzeitigen Konjunktur geschuldet. Würden jetzt die Holzbauwände aufgestellt werden, müssten diese zum Schutz gegen Feuchtigkeit mit Folie abgedeckt werden. Unabhängig davon kündigte Kunnert für Januar einen „gestalterischen Termin“ an, bei dem Details für das Ambiente des Gebäudes festgelegt werden.
Bauer zeigte sich „etwas enttäuscht“, dass der Bauzeitenplan nicht eingehalten wird. Es sei davon ausgegangen, dass nach Abschluss der Arbeiten der Firma Wagner unmittelbar die nächste beauftragte Firma kommt. Das Pirker Gemeindeoberhaupt schätzt die sich jetzt ergebende Bauzeitverzögerung auf zwei Monate ein, die sich seiner Einschätzung nach bis Juni nicht kompensieren lassen. „Zeitliche Verzögerungen gehören heute zum Baualltag“, meinte Architekt Kunnert.
Der Blick in die bisherigen Baukosten zeigt eine Überschreitung von 222.935 Euro. Die Ursache dafür liegt nach Aussage von Bürgermeister Michael Bauer in zusätzlichen Leistungen, die in den Kostenschätzungen nicht enthalten waren, aber auch in der Nichteinhaltung der Kostenschätzungen aufgrund der Höhe der abgegebenen Angebote.
Über eines ist sich Bauer schon jetzt absolut sicher: Der Ausblick vom Sportfunktionsgebäude auf die gesamte Anlage ist grandios. Bereits jetzt „sticht“ das Grün des Sportplatzes ins Auge. Einstimmig akzeptierte der Gemeinderat verschiedene Nachträge zu den Gewerken Erd- und Baumeisterarbeiten. Dazu gehört unter anderem die Anlegung einer „Baustraße“, die auch von den anderen noch beteiligten Firmen genutzt werden kann. Die Küche wird so ausgelegt, dass ein Vollbetrieb der Gasträume möglich ist. Außerdem muss im Zusammenhang mit der Anlegung eines Fluchtweges ein Beton so resistent gemacht werden, dass er auf Dauer gegen Feuchtigkeit geschützt ist.
Bürgermeister Michael Bauer hat als Eilentscheidung den Auftrag für die Aufstellung einer Fertiggarage für 10.555 Euro erteilt, in der technische Einrichtungen untergebracht werden.














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