21.07.2019 - 15:50 Uhr
PirkOberpfalz

Mit dem Tourbus Schule ins Leben

Für 13 Schüler beginnt nach einem Wortgottesdienst in der Auferstehungskirche mit der Entlassfeier in der Aula der Josef-Faltenbacher-Mittelschule ein Schritt in eine neue Freiheit.

Die vier Besten der Abschlussklasse sind Philipp Hartwich, Jana List, Jonas Dorner (vorne, von links) und David Csaki (hinten, Mitte) mit (von links) Klassenlehrer Werner, Bürgermeister Michael Bauer, Elternbeiratsvorsitzenden Tobias Forster und Rektorin Claudia Piehler.
von Redaktion ONETZ Kontakt Profil

Die in diesem Schuljahr gegründete Bläserklasse präsentierte mit der Melodie „Die Unzertrennlichen“ einen schwungvollen Auftakt und zeigte zwischen den einzelnen Ansprachen mit einem Menuett von Bach, einem Largo, einem Marsch und mit dem Lieblingslied „Pippi Langstrumpf“ ihr erworbenes Können. Außerdem beeindruckte Lehrer Manfred Kutschker mit dem Panflötensolo „Weit, weit weg.“ Rektorin Claudia Piehler begrüßte zur Feier besonders die Schulabgänger, deren Eltern und Freunde, die Bürgermeister Michael Bauer aus Pirk und Karlheinz Preißer aus Luhe-Wildenau, den Elternbeiratsvorsitzenden Tobias Forster und die Lehrkräfte.

Bürgermeister Bauer ermunterte in seiner Rede die jungen Leute, mit Optimismus und Aufmerksamkeit in die Zukunft zu blicken. Wichtig sei eine positive Lebenseinstellung. Das Glas sei eben nicht halb leer, sondern halb voll. Zugleich dankte er der Rektorin für die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Schule.

Elternbeiratsvorsitzender Forster zitierte ein indisches Sprichwort: „So lange die Kinder noch klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie älter geworden sind, gib ihnen Flügel.“ Nun sei für die Neuntklässler mit dem Erwerb des Mittelschul- oder qualifizierenden Abschlusses die Zeit dafür gekommen. Sie sollten keine Menschen werden, die ständig jammern, sondern sich zu Erwachsenen entwickeln, die Wege gehen, die sie sich selbst auswählen.

In seiner Abschlussrede sprach Schülersprecher Philipp Hartwich von einem intensiven und bedeutungsreichen Jahr. Er betonte das Engagement der hochmotivierten Lehrkräfte, die es nicht leicht mit der Klasse gehabt hätten, in der sich dennoch alle bemühten. In bester Erinnerung würden ihm die Professionalität und Herzlichkeit der Schule bleiben.

Klassenleiter Matthias Werner nutzte ein jüngst besuchtes Konzert von George Ezra als Aufhänger für seinen Rück- und Ausblick und verglich seine Klasse mit einer erfolgreichen Band. Diese sei bereits in der 5. Klasse zusammengestellt worden, um als Fernziel einen erfolgreichen Vertragsabschluss in einem Ausbildungsbetrieb zu erreichen. Dafür versuchte sie, fünf Tage in der Woche ihr Bestes zu geben, jeder für sich, aber auch in einer über die Jahre wachsenden Gemeinschaft, bei der häufig neue Bandmitglieder aufgenommen werden mussten. In so einem Tourbus sitze man manchmal ganz schön aufeinander. Das tägliche gemeinsame Üben präge jeden Musiker, bringe sowohl Freundschaften zu Tage als auch Reibungspunkte, aus denen Lehren zu ziehen seien. In den letzten zwei Jahren sei er als relativ unbekannter Taktgeber zur Band gestoßen, der nicht wusste, ob seine Rhythmusvorgaben bei dieser Gruppe ankommen würden. Die meisten hätten jedoch gelernt, sie richtig einzusetzen. Dabei erlebte man einerseits viel Freude miteinander, denn die Musiker keuchten schon mal beim Aufstieg auf den Monte Kaolino oder mit den Langlauf-Skiern.

Andererseits ließen einige Bandmitglieder in der Vorbereitung auf das große Konzert den letzten Willen vermissen. Immer wieder waren Lieder dabei, die sie nicht gut fanden, die die Band aber spielen musste. Schließlich stand das große Konzert vor der Tür. Scheinbar war das Publikum zufrieden, denn es schloss sich ein „Zusatzkonzert“ im hohen Osten des Landes an mit einer Charity-Fahrradtour und mit viel Spaß am Strand. Zu George Ezras Song „Shotgun“ folgten ein paar Foto-Eindrücke von dieser Abschluss-Tournee. Es sei schade, so Werner, dass er die Band nun nicht mehr begleiten dürfe. Deren Mitglieder müssten sich jetzt fragen: Welche Rolle werde ich in der neuen Band spielen und wie wird mein neuer Taktgeber agieren? Jeder werde seinen Weg bestimmen müssen, um mit Willen, Ehrgeiz, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen immer neu gesteckte Ziele zu erreichen.

Nach der Vergabe der Zeugnisse, bei der Rektorin Piehler für jeden kurze persönliche Worte fand, wurden abschließend die vier besten der Klasse besonders geehrt und vom Elternbeirat mit einem kleinen Geschenk bedacht. Es sind Philipp Hartwich (Notendurchschnitt 1,3), David Csaki (1,8), Jana List (1,8) und Jonas Dorner (1,9). Die feierliche Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Weißwurstessen.

Die Abschlussklasse nach der Übergabe der Zeugnisse.
Die Bläserklasse in Kleinbesetzung mit Leiterin Kerstin Kiener umrahmte die Feier musikalisch.

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