12.04.2019 - 17:10 Uhr
PirkOberpfalz

Nach der Wahl: Pirker Gemeinderat wieder komplett

Es war eine knappe Entscheidung: Dieter Schwab von der CSU ist Pirks neuer zweiter Bürgermeister und Nachfolger von Alexander Radlbeck. Im Gemeinderat sitzt an dessen Stelle Bäcker Gunther Häring. Das neue Gremium schafft neue Tatsachen.

Pirk hat wieder einen zweiten Bürgermeister: Dieter Schwab (links) nach der Vereidigung durch Bürgermeister Michael Bauer.
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Vor der Wahl schlugen die Freien Wähler ihren Fraktionssprecher Thomas Fritsch als Kandidaten vor. Sie haben sechs Sitze im Gremium. Die CSU brachte mit ihren fünf Sitzen Fraktionssprecher Schwab ein. Insofern war bei der Wahl besonders interessant, wie sich die zwei SPD- Gemeinderäte entscheiden würde. Die Auszählung ergab: Sieben Stimmen für Schwab, sechs für Fritsch.

Davor verabschiedete Bürgermeister Michael Bauer offiziell Alexander Radlbeck. Er stimmte ihm zu, dass die letzten Monate durch den Streit um das Gewerbe- und Mischgebiet "Schloßpaint I" unharmonisch verlaufen seien. Doch er vergesse auch nicht die viereinhalb konstruktiven Jahre davor. Radlbeck dankte für die Zeit und betonte, was ihn letztendlich zum Rücktritt bewogen habe: "Euer Flugblatt mit meinem Namen." Auch kritisierte er Fritsch für seinen "Angriff auf meine Glaubwürdigkeit" in der letzten Sitzung.

Pirk

Gunther Häring wurde als Nachrücker von Radlbeck vereidigt.

Gunther Härings erster Auftritt als Nachrücker bei der CSU.

Das neu formierte Gremium widmete sich dem Großprojekt Sportpark. Die Bagger stehen seit ein paar Tagen auf der Baustelle. Für die Baumeisterarbeiten bekam eine Firma aus Waldmünchen den Auftrag über 665 000 Euro, 13 000 Euro über der Kostenschätzung. Den Gerüstbau übernimmt ein Unternehmen aus Raschau für 18 600 Euro, 5600 Euro über der Schätzung.

"Zwar steht noch nicht mal der Rohbau, aber wir vergeben jetzt schon den Auftrag für die Kegelbahn", gab Bauer bekannt. Das sei planerisch nötig. Das günstigste der zwei Angebote gewann: eine Firma aus Weischenfeld bot 98 470 Euro, was 32 000 Euro über der Schätzung liegt. Bei der Vergabe der Erdbauarbeiten hatte die Gemeinde zuvor mehrere Hunderttausend Euro eingespart. Bauer weist darauf hin: "Ein bisschen Puffer haben wir noch."

SpVgg Pirk verlangt Entschädigung:

Durch den Verkauf des Sportparks hat die Spielvereinigung Pirk erhebliche Kosten und Einbußen, teilt Vorsitzender Josef Schiesl mit. Deshalb bitten Hauptverein und Fußballabteilung den Gemeinderat um eine Entschädigung der Kosten über 13 449 Euro.

Bürgermeister Bauer schlägt vor, ein Gremium zu gründen und die Kosten noch einmal genau zu besprechen. Unter anderem enthält der Antrag folgende Posten: Einnahmen aus Bandenwerbung über 5740 Euro fallen weg, für die Fußballer kommt die Platzmiete in Leuchtenberg über 3000 Euro hinzu. Diese unstrittigen Posten werden auf Anregung von Gunther Häring gleich überwiesen.

Für den Wegfall von Einnahmen beim Essens- und Getränkeverkauf stellt die Spielvereinigung etwa 2400 Euro in Rechnung. „In Leuchtenberg dürfen wir bei Heimspielen keine Getränke oder Essen verkaufen. Das läuft alles dort über die DJK“, erklärt Schiesl auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Auch er will sich an den Gesprächen beteiligen. „Dafür können wir gerne die Bücher öffnen.“

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