26.10.2020 - 15:15 Uhr
PleysteinOberpfalz

Baumpflanzaktion im Garten des Stadtmuseums Pleystein

Bäume sind zu allen Zeiten und in allen Religionen zu mythologischer Bedeutung gekommen. Auch die Stadt Pleystein trägt eine Variante dazu bei.

Der Birnbaum "Die Schöne von Pleystein" im Museumsgarten hat sich seit der Anpflanzung vor nunmehr neun Jahren hervorragend entwickelt und trägt jetzt im Herbst eine Fülle saftiger Früchte.
von Autor TUProfil

Es sei an den "Baum der Erkenntnis" erinnert. Viele Baumlegenden beschäftigen sich auch mit Martin Luther, der sich in seinen freien Stunden gerne in Gärten aufhielt und sich an Bäumen und Blumen erfreute. So wird der berühmte Spruch: "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen" Luther in den Mund gelegt.

Mit diesem Zitat eröffnete Christa Walbrunn vom Museumsarbeitskreis am Freitag die Baumpflanzaktion im Garten des Stadtmuseums.

"Wir pflanzen heute aus Anlass des Internationalen Jahres der Wälder, das 2021 begangen wird, allerdings keinen Apfelbaum, sondern einen Birnbaum mit der Bezeichnung 'Die Schöne von Pleystein'", erklärte Walbrunn. Leider sei historisch von dieser alten und robusten Baumart wenig bekannt. Eigentlich nur so viel, dass sie im Herbst große, herrlich gefärbte, rotbackige, flaschenförmige, süße und feinaromatische Tafelbirnen trägt. "Wir hoffen, dass dieses Bäumchen prächtig gedeiht und uns mittelfristig viele saftige Birnen beschert." Dieser Wunsch ist mittlerweile in Erfüllung gegangen.

Der damalige zweite Bürgermeister Max Müllhofer würdigte einst das vorbildliche Engagement des Museumsarbeitskreises, der nicht nur den Innenbereich des Museums mit der Gemeinde zu einem Schmuckkästchen ausgebaut habe und durch Veranstaltungen mit Leben erfülle, sondern der sich auch bei der Ausgestaltung des Umfelds mit Ideen einbringe.

Dann setzte das stellvertretende Stadtoberhaupt das junge Gehölz in das vorbereitete Loch im Erdreich ein, verfüllte es und begoss es kräftig mit Wasser, unterstützt von einigen Helfern. Zum Abschluss zitierte Müllhofer ein kurzes Gedicht des unvergessenen Pleysteiner Humoristen Alois Hafner (1929 - 2002): "Der Baum hat viele Äste, und das ist das Beste. Unten breitet er seine Wurzeln aus, und oben schaut der Baum heraus."

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