15.11.2018 - 14:55 Uhr
PleysteinOberpfalz

Bedenken bei Bauprojekten in Vöslesrieth

Ein Tor auf einem öffentlichen Weg stellt die Stadträte vor eine schwierige Entscheidung. Der Bauherr möchte sich vor Diebstählen schützen. Die Abstimmung ist knapp.

von Walter BeyerleinProfil

In Vöslesrieth sollen unmittelbar am Zottbach eine Doppelgarage, eine Stützmauer mit Terrassenanlage und ein Tor gebaut werden. Die Nachbarn des Eigentümers des Grundstücks haben laut Bürgermeister Rainer Rewitzer die Pläne aus unterschiedlichen Gründen nicht unterschrieben. Der Stadtrat machte sich ein Bild der Lage. Bauherr Bastian Hösl erklärte, dass die von ihm errichtete Doppelgarage, die Zulässigkeit der Länge der Grenzbebauung teilweise überschritten habe. Beim Landratsamt sei aber aufgrund seines, gegenüber dem oberhalb liegenden Nachbarn rund über fünf Meter tiefer liegenden eigenen Grundstückes eine abweichende Regelung getroffen worden.

Er habe die neue Doppelgarage mit einem alten Stadel verbunden, was nicht zulässig gewesen sei. Die Terrasse steht als Plattform auf mehreren Stahlstützen. Da das gesamte Vorhaben „etwas verwirrend“ ist, hatte der Baukontrolleur vom Landratsamt empfohlen, alle umgesetzten und geplanten Vorhaben in einen einzigen Plan aufzunehmen. Dazu gehört auch ein Tor auf dem öffentlich-rechtlichen Weg, unter dem ein Hauptsammler der städtischen Kanalisation verläuft. Das Tor sei Diebstahlschutz, weil in der Vergangenheit immer wieder Werkzeuge gestohlen worden sei, und dort „auch immer eine Baustelle sein werde“, erklärte Bastian Hösl. Eine Anzeige wegen der Diebstähle sei aber nicht erfolgt. Mit dem Tor werde vermieden, dass ein Personenwagen mit Anhänger den Weg zum Grundstück widerrechtlich befahren kann. Hösl verneinte ausdrücklich die Existenz einer Kamera in dem Tor, der Monitor sei vielmehr eine „technische Spielerei“. Er erklärte sich bereit, der Stadt Pleystein einen Schlüssel für das Tor zu überlassen.

In der nachfolgenden Sitzung schlug Rewitzer vor, über die drei Baumaßnahmen einzeln abstimmen zu lassen. Die Räte stimmten für die Errichtung der Doppelgarage mit Verbindung zum alten Stadel sowie für die Stützmauer und die Terrasse. Mit 6:5 Stimmen erteilte der Stadtrat das Einvernehmen für die Errichtung des Tores.

Einstimmig erteilte der Stadtrat darüber hinaus das baurechtliche Einvernehmen Antrag auf Baugenehmigung zur Nutzungsänderung einer bestehenden Werkstatt auf Grundstück Flurnummer 302/280 Gemarkung Pleystein, Nähe Jobst-von-Brand-Straße, von der hobbymäßig zur gewerblich genutzten Werkstatt durch Thomas Piehler. Ebenso stimmte der Stadtrat dem Bauantrag Uwe Piehler zur Nutzungsänderung einer Pferde- und Kleintierstallung auf Grundstück Flurnummer 302/203 Gemarkung Pleystein, Nähe Jobst-von-Brand-Straße zu Geräteräumen zu.

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