"Die Stromversorgung in Deutschland wird von Jahr zu Jahr grüner, und der Beitrag der erneuerbaren Energien wächst beständig. Im Jahr 2017 haben die erneuerbaren Energiequellen bereits 36 Prozent zur Bruttostromerzeugung - die insgesamt in Deutschland erzielte Strommenge - beigetragen", sagte Geschäftsführer Hubert Burger in seinem teilweise optimistischen, teilweise kritischen Statement bei der Eröffnung der Jahresmitglieder- und Gesellschafterversammlung.
Er und sein Managerkollege Hans Helgert warteten mit erfreulichen Bilanzen auf. Die Mitglieder sowie die Gesellschafter der Sonnenstrom Pleystein GdbR und der Sonnenstrom Waidhaus GdbR waren mit dem Zahlenmaterial rundum zufrieden, fiel doch die Gewinnermittlung der Gemeinschaftsphotovoltaikanlage auf dem Dach der Pleysteiner Sporthalle und auf den Dächern der Grundschule sowie des Pfarrstadls in Waidhaus für 2017 erneut gut aus.
"Der Besuch zeigt, dass das Interesse am Umweltschutz und an den alternativen Energien ungebrochen ist", meinte Burger. "Nicht voran kommt in Deutschland die erneuerbare Energie im Verkehr, die Elektromobilität", monierte Burger.
Der Sprecher fand aber auch lobende Worte: "Laut Bundesverband Solarwirtschaft sind per Ende 2016 insgesamt 52 000 Speicher in der Bundesrepublik verbaut. Dies bedeutet einen Zubau von 25 000 Speichern. Treibende Kraft ist hier der Eigenverbrauch der Solarstroms". Burger erinnerte in seinem Rückblick auch an die Vereinsaktivitäten der "EnergiePlattform" seit Jahresfrist. Zum Betriebsjahr 2017 der Sonnenstrom Pleystein sagte Burger als deren Geschäftsführer, dass das Vorzeigeprojekt auf dem Sporthallendach mit 224 Kollektoren auf 284 Quadratmetern Fläche und einer Leistung von 35,6 kW(p) nach wie vor voll den Erwartungen entspreche und einmal mehr ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt worden sei. Die Pilot-Anlage am Ortseingang arbeite seit dem Start in 2003 vorzüglich und ohne größere Probleme. Es seien wieder zwei Wechselrichter repariert oder getauscht worden, demnächst werden zwei defekte Module ersetzt. In den vergangenen 12 Monaten seien 28 201 kWh sauberer Sonnenstrom in das Netz der Eon eingespeist worden. Die Bayernwerke hätten auf das Konto der Sonnenstrom Pleystein 16 518,49 Euro netto überwiesen. "Das Unternehmen hat 2016 relativ hohe Abschläge ausgezahlt. Das führte 2017 zu einer Rückzahlung von brutto 4418,99 Euro." Seit Inbetriebnahme vor 15 Jahren seien 436 557 kWh erzeugt und eingespeist worden. Entsprechend des Gesellschaftsvertrags sowie der zugrunde liegenden Modellrechnung werde das erwirtschaftete Ergebnis 2017 als Ertragsausschüttung ausbezahlt. Bei 315 Anteilen und aktuell 66 Gesellschaftern ergebe sich eine Ausschüttungsrate von 29,28 Euro pro Anteil einschließlich 25 Euro Tilgung. Dies entspreche einer Rendite von 2,45 Prozent. Somit habe man 2017 ein durchschnittliches Ergebnis erzielt.
Die Prognose bei der Gründung der Sonnenstrom 2003 konnte auch 2017 knapp gehalten werden, informierte Burger. Die neue Fernüberwachung, eingebaut von der Firma Stahl aus Vöslesrieth, sei in Betrieb. Für Schönauer-Kunden gebe es keine Sonderausschüttung mehr, da die Förderung nach elf Jahren ausgelaufen sei. "Wir befinden uns weiter auf einem erfolgreichen Weg. Die Erwartungen wurden bislang mehr als erfüllt", schloss Burger.
Nach dem Rechenschaftsbericht von Schatzmeister Norbert Griesbacher zollten die Revisoren Renate Helgert sowie Hans Müllhofer dem Hauptkassier und den anderen ehrenamtlichen Funktionären vom Führungsteam ein dickes Lob. Für die am 21. Januar 2005 ins Leben gerufene Sonnenstrom Waidhaus GdbR stellte geschäftsführender Gesellschafter Helgert die Abrechnung 2017 vor und gab einen ausführlichen Überblick über die 13 Jahre seit Beginn der Inbetriebnahme. "Das Waidhauser Sonnenwerk mit einer Anlagengröße von 38,95 kW(p) arbeitete auch im Vorjahr zur vollen Zufriedenheit. So können an die Gesellschafter heuer pro Anteil 37,25 Euro einschließlich 25 Euro Tilgung ausgeschüttet werden." Insgesamt sei vom Bayernwerk in 2017 eine Ausschüttungssumme von 17 730,03 Euro überwiesen worden.
Die Investitionen der Bürger in ein solches Projekt würden sich also nicht nur in Sachen Umweltschutz, sondern auch steuerlich rentieren. Die "EnergiePlattform" habe nach wie vor ihre Daseinsberechtigung und habe sich weiterentwickelt.
Nicht voran kommt in Deutschland die erneuerbare Energie im Verkehr, die Elektromobilität.Hubert Burger, Geschäftsführer von Sonnenstrom Pleystein












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