21.05.2019 - 08:26 Uhr
PleysteinOberpfalz

Europa keine Selbstverständlichkeit

CSU-Kandidat Christian Doleschal, auf dem 5. Listenplatz für die Europawahl platziert, schätzt die Europawahl in ihrer Wichtigkeit so hoch wie nie ein. In Pleystein stößt er damit auf offene Ohren.

CSU-Kandidat Christian Doleschal (stehend) stellt vor der Pleysteiner CSU mit 2. Vorsitzender Andrea Lang, Ortsvorsitzenden Stefan Voit (von links), MdB Albert Rupprecht, Bürgermeister Rainer Rewitzer und dem Floßer CSU-Bürgermeisterkandidat Armin Betz (rechts) seine Position für das künftige Europa vor.
von Walter BeyerleinProfil

In seinem Kurzreferat am Sonntagnachmittag beim CSU-Ortsverband Pleystein spricht sich der CSU-Kandidat klar gegen die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union aus und fordert die Beitragsgespräche zu beenden. Doleschal warnt aber auch davor, Europa als Selbstverständlichkeit zu sehen, was das Beispiel England deutlich mache.

Der schattige Platz unter den weitausladenden Sonnenschirmen vor dem TSV-Sportheim war am Sonntagnachmittag gefragt: Die CSU-Familie aus dem östlichen und nordöstlichen Landkreis war ziemlich vollzählig zum Bürgergespräch mit dem CSU-Kandidaten für die Europawahl gekommen. Ortsvorsitzender Stefan Voit und Stellvertreterin Andrea Lang hießen die Gäste willkommen.

Lang zog ein höchst zufriedenes Resümee zur derzeitigen politischen Situation der CSU im Landkreis. „Bestens aufgestellt“, mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht, Landtagsabgeordnetem Stephan Oetzinger, Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Rainer Rewitzer in Pleystein und hoffentlich ab Mai nächsten Jahres auch mit einem CSU-Bürgermeister in Floß, lautete das Fazit und der Wunsch Langs.

Doleschal zeigte sich zufrieden, dass sich keine weiteren Länder vom „Brexit“ haben anstecken lassen. Unübersehbar, dass in anderen Ländern die nationalistischen Kräfte auf dem Vormarsch sind, was Grund genug sein müsse, die Augen aufzumachen. Leichter Seitenhieb auf die SPD und die Grünen, die mit unterschiedlichen Ansichten drei Jahrzehnte nach Überwindung des Sozialismus wieder in alte Gräuelkisten zurückgreifen.

Die Region Oberpfalz sei im vereinten Europa zur Aufsteigerregion geworden, betonte Doleschal. Er halte es auch für notwendig die Grenzen zu schützen, weil sich der Fehler von 2015 nicht mehr wiederholen dürfe. Es müssten die Länder wieder an den Außengrenzen geschützt werden, betonte Doleschal. Eine eindeutige Position bezog der CSU-Kandidat für Manfred Weber, der mit dem Vereinswesen seines Heimatortes verbunden war und den Vorteil hat, dass er aus dem Parlament kommt und die Bedürfnisse der Länder kennt.

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