27.11.2019 - 13:23 Uhr
PleysteinOberpfalz

Finanzielle Situation erfreulich

Einen umfassenden Rückblick auf das Jahr 2019 gibt Bürgermeister Rainer Rewitzer in der Bürgerversammlung. Neben guten Nachrichten gibt es auch einige Problemstellen.

Bürgermeister Rainer Rewitzer (rechts) informiert in der Bürgerversammlung über die Entwicklung der Stadt und blickt auf die Planung für 2020.
von Walter BeyerleinProfil

Als günstig für die finanzielle Situation nannte das Stadtoberhaupt am Dienstagabend im Hotel „Regina“ den Verzicht auf eine Kreditaufnahme, die zum Teil auf der Zurückstellung von Investitionen beruht, aber auch dank der gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen nicht notwendig wurde. Zudem freute sich der Bürgermeister über die zunehmend zurückgehende Pro-Kopf-Verschuldung auf jetzt 887,10 Euro. Ausführlich listete Rewitzer die wichtigsten Zahlen des Haushaltplans auf, der im kommenden Jahr ohne die Stabilisierungshilfe auskommen muss. „Das ist natürlich ein Zeichen einer positiven Entwicklung“, betonte er. Die Bevölkerungsentwicklung ist weniger erfreulich und zeigt einen stetigen Rückgang. Aktuell leben 2.544 Menschen mit Haupt- und Nebenwohnsitz in der Großgemeinde.

Genau beschrieb der Rathauschef die wichtigsten Baumaßnahmen, nannte dazu vor allem die energetische Sanierung der Zottbachtal-Grundschule, finanziert mit Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms. „Wir werden wohl insgesamt vier Millionen Euro für die komplette Sanierung ausgeben“. Darin seien auch der komplette Ausbau der Medientechnik in den Klassenräumen enthalten.

Der Ausbau der Straße von Miesbrunn nach Reinhardsrieth sei aufgrund der hohen Zuschüsse vorgegeben worden, auch wenn er nicht auf der Prioritätenliste stand. „Wenn nicht jetzt, wann dann“ – habe die Entscheidungsfindung erleichtert.

Gravierend war der Einbruch der Übernachtungszahlen: Nur noch 5369 Übernachtungen wurden heuer bisher gemeldet. 2017 waren es 15 542, ein Jahr später 13 991. Bis zur Bürgerversammlung wurden erst 1102 Gäste registriert.Das Freizeitzentrum verzeichnete heuer Einnahmen in Höhe von 69.303 Euro. „Das Bad ist es wert, eine Zukunft zu haben“, betonte das Stadtoberhaupt. Deshalb sind Förderanträge bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht worden, die jetzt um weitere Planunterlagen ergänzt werden müssen. Es werde Aufgabe des neuen Stadtrats sein, über das weitere Vorgehen zu entscheiden. „Was wäre aber Pleystein ohne sein Freibad?“, fragte Rewitzer.

Das „Problem Freibad“ stehe deshalb auch auf dem Programm der Stadt für 2020. Weiterhin werden die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in der Zottbachtalschule fortgeführt, ebenso die vor kurzem begonnenen Straßen-, Wasserleitungs- und Kanalarbeiten in der Fasanen-, Hubertus-, Jäger- und Zottbachstraße.

Mit der Beantragung von Fördermitteln für die Sanierung von Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen gibt die Stadt das klare Signal auch die Ortsteile in die Planungen mit einzubeziehen. Ausgehend von Burkhardsrieth sollen die Straßen nach Pfrentsch, Isgier und Riedlhof saniert werden, auch die Straße von Steinbach nach Rammelsleuthen und Bibershof-Unterfahrenberg. Innerorts steht die Bischof-Wittmann-Straße-Finkenhammerweg auf der Agenda. Für 2020 ist auch der Architektenwettbewerb zur Sanierung des Pleysteiner Marktplatzes vorgesehen. Nicht zuletzt soll der verschobene Bau des Funktionsgebäudes für den Städtischen Bauhof beginnen. Nach der Fertigstellung eines notwendigen Regenüberlaufbeckens zur Mischwasserbehandlung wird es laut Bürgermeister Rewitzer zur Erhebung von Verbesserungsbeiträgen kommen, weil eine Abrechnung des Vorhabens über die Abwassergebühren nicht möglich ist.

In der anschließenden Aussprache beklagte sich Helma Klotz-Schreck über die LED-Leuchten vor ihrem Haus, die negative Auswirkungen auf Kleintiere, wie beispielsweise Igel und Insekten haben. Gleichfalls gefiel ihr der Standort der Straßenlampen nicht. Zudem bemängelt die Bürgerin den fehlenden Gehweg. Bürgermeister Rewitzer verwies auf das Energieunternehmen, das die Standorte für Leuchten ermittle, der Gehweg sei bewusst weggefallen, weil er einer gewünschten Barrierefreiheit nicht dienlich sei. Als sogenannte „Mehrzweckstraße“ diene die Straße somit dem Autoverkehr und den Fußgängern gleichermaßen.

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