04.07.2018 - 13:58 Uhr
PleysteinOberpfalz

Füracker hilft Freibadfans

Hilft der Freistaat der Stadt bei der Sanierung des Freibads? Heimat- und Finanzminister Albert Füracker macht beim Besuch erst einmal wenig Hoffnung. Doch dann deutet er eine Lösung an.

Im Gespräch mit Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (Vierter von links) über die Freibadsanierung: Bürgermeisterin Andrea Lang, CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger, Stadtrat Stefan Voit (von links) sowie Stefan Kabitschke, Vorsitzender des Freibadfördervereins, Geschäftsleiter Günter Gschwindler, CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Windirsch, Bürgermeister Rainer Rewitzer und Landrat Andreas Meier (von rechts).
von Walter BeyerleinProfil

(bey) Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hatte nicht den sprichwörtlichen Koffer voll Geld dabei. Doch die Zeichen für eine finanzielle Unterstützung durch den Freistaat haben sich verbessert.

Auf Einladung der Stadt und des CSU-Kreisverbandes war Füracker zu einem Kurzbesuch ins Pleysteiner Freibad gekommen. Bei der Gesprächsrunde auf der Terrasse des Freibads machte Bürgermeister Rainer Rewitzer deutlich, dass Förderungen für die Sanierung kommunaler Freibäder mit Errichtungszeit in den siebziger Jahren sinnvoll wären.

Rewitzer wies mit Unterlagen nach, dass schon für den Bau des Pleysteiner Freibads Förderungen von Bund und Land geflossen seien. Das Stadtoberhaupt betonte die "Strahlkraft" des Freibades, dessen Erhalt unabhängig von einem Defizit wichtig sei, weil es den Freizeit- und Wohnwert in der Stadt erhöhe.

Die Kommunen seien nicht in der Lage, mit eigenen Mitteln eine derartige Freizeitanlage zu erhalten. Deshalb bat er um Förderung und machte deutlich, dass der Freibadförderverein seit 2004 über 164 000 Euro in die Anlage investiert und somit einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Einrichtung geleistet habe.

Bürgermeisterin Andrea Lang findet, die Kommune ist überfordert, wenn sie selbst die Sanierung finanzieren soll. Gemeinsam mit CSU-Kreisvorsitzenden Stephan Oetzinger habe sie beim CSU-Landesparteitag im November den Antrag eingebracht, der Landtag möge weiterhin Hallen- und Freibäder fördern. Lang und Oetzinger begründeten dies mit der Bedeutung des Schwimmunterrichts angesichts zunehmender Nichtschwimmer, der Bedeutung für den Tourismus, mit dem Erhalt der Lebensqualität und als Baustein im Kampf gegen die Landflucht.

Füracker erinnerte, das bei Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden bei der Freibadsanierung immer ein "Nein" zur Freibadsanierung gekommen sei. Dies habe einen einfachen Grund: Eine Unterstützung für Bäder sei nur dann vorgesehen, wenn diese als "Schulschwimmbäder" genutzt werden könnten. Dies treffe dann aber wiederum nur auf Hallenbäder zu, weil die Freibäder nur in einem eng begrenzten Zeitraum den Schulen zur Verfügung stünden.

Aufgrund der Initiativen der Stadt Pleystein sei aber im Vorjahr mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart worden, Überlegungen für Freibadsanierungen anzustellen. Füracker lobte deshalb Lang und Oetzinger: Dank ihrer Initiativen sei Bewegung in die Förderung der Freibadsanierung gekommen. Damit sei gegenüber seinem letzten Besuch im Pleysteiner Rathaus eine Verbesserung der Situation erreicht worden.

Der Finanzminister gab Folgendes zu bedenken: Die Zahl der Freibäder spreche dafür, sich über eine interkommunale Zusammenarbeit Gedanken zu machen, und für eine Sanierung müsse ein längerer Zeitraum eingeplant werden. "In zwei Jahren die Bäder zu sanieren, ist unrealistisch." Unmöglich, ja utopisch, sei eine Förderung zwischen 80 oder 90 Prozent. Alles "was sich vom Schwimmen lernen für Kinder entferne" mache die Wahrscheinlichkeit für eine Förderung geringer, sagte Füracker deutlich.






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