12.09.2019 - 10:41 Uhr
PleysteinOberpfalz

Fußgänger nicht gefährden

Peter Trstan sprach in der Stadtratssitzung die Benutzung des Fußwegs zwischen dem früheren Café Piehler und der Straße „Herrenpoint“ an. Dort würden Kinder mit ihren Rädern in rasantem Tempo fahren.

Deutlich als Fußweg ist die Verbindung von der Straße "Herrenpoint" zum Radweg entlang der Kreisstraße beim ehemaligen Café Piehler ausgeschildert. Kinder bis zu zehn Jahren dürfen den Weg mit ihren Fahrrädern befahren, Kinder bis zu acht Jahren auch in Begleitung der Eltern. Eine Vorfahrtsberechtigung gegenüber der Straße "Herrenpoint" (rechts) kann daraus nicht abgeleitet werden.
von Walter BeyerleinProfil

Bei der Einmündung des Wegs in die Straße „Herrenpoint“ könnte es dann Probleme mit den Autofahrern geben, die diese Radler nicht rechtzeitig sehen würden. Josef Windirsch schloss die Beachtung von Verkehrsschildern, die Radfahrer auf die Gefahren hinweisen aus und sah vielmehr die Aufstellung versetzter Barrieren als einzige Möglichkeit.

Kinder bis zu zehn Jahren dürften auf dem betreffenden Fußweg laut Polizeihauptkommissar Jakob Stahl von der Polizeiinspektion Vohenstrauß mit dem Fahrrad fahren. Buben und Mädchen bis zu acht Jahren dürfen von den Eltern, ebenfalls auf dem Fahrrad, begleitet werden. In jedem Fall aber dürfen Fußgänger nicht gefährdet werden. Der Fußweg, auch bei der Nutzung als Radweg, ist aber gegenüber von links kommenden Fahrzeugen nicht vorfahrtsberechtigt.

Der Schlauchwart der Feuerwehr Pleystein oder sein Vertreter erhalten für die Wartung und Prüfung eines Feuerwehrschlauchs in der Schlauchwaschanlage der Wehr künftig eine Entschädigung von einem Euro. Aus der Zahl der zu wartenden und zu prüfenden Schläuche ergibt sich für die Stadt somit ein Aufwand zwischen 250 und 300 Euro jährlich.

Bürgermeister Rainer Rewitzer berichtete in der Stadtratssitzung zur Erläuterung dieses Antrags, dass bis zu 300 Schläuche pro Jahr in der Waschanlage, angeschafft für rund 70.000 Euro, geprüft werden müssen. Auf Rückfrage von Stefan Voit erklärte das Stadtoberhaupt, dass aktuell nur Schläuche der Stützpunktwehr und der Ortsteilwehren gewartet werden. 95 Prozent der Aufgaben an der Schlauchwaschanlage werden laut Bürgermeister von einer einzigen Person erledigt. Deshalb die Anregung seitens der Wehr diesem Wehrmitglied eine Entschädigung zuzubilligen.

Rewitzer ergänzte, dass auch die beiden Kommandanten und der Gerätewart eine Entschädigung erhalten. Die für den Schlauchwart vorgesehene Entschädigung entspreche in ihrer Höhe der des Gerätewarts. Einstimmig beschloss der Stadtrat dem mit der Wartung beauftragten Wehrmitglied pro Schlauch eine Entschädigung von einem Euro zu gewähren. Eine genaue Abrechnung ist nach den Worten Rainer Rewitzers aufgrund der Eintragungen im Prüfungsbuch jederzeit möglich.

Als Wahlleiter für die Kommunalwahl 2020 bestellte der Stadtrat einstimmig Geschäftsleiter Günter Gschwindler und als dessen Vertreter Kämmerer Thomas Stöhr. In die Benutzungsordnung der Stadtbücherei als Satzung wurden die zwingend vorgegebenen datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingearbeitet. Analog dazu auch in die Gebühren- und Kostensatzung zur Benutzungsordnung. Diese Änderungen nahm der Stadtrat einstimmig an.

Rewitzer berichtete, dass seine Stellvertreterin Andrea Lang am 18. September bei der Regierung der Oberpfalz die Bewerbung der Stadt für das Sonderprogramm „Freibadförderung“ vorstellen wird.

Bei einem Sturm in den vergangenen Wochen brach der Ast einer großen Linde auf dem Kreuzbergplateau ab. Nach Rücksprache mit einem Baumexperten soll dieser Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Voit berichtete, dass ein sogenannter Euro-Schlüssel für Rollstuhlfahrer zur Benutzung einer öffentlichen WC-Anlage nur in besonderen Fällen ausgehändigt wird. In keinem Fall sollte ein derartiger Schlüssel in einem „Notkasten“ eingehängt werden. Bei der WC-Anlage am Zimmerplatz soll deshalb ein „Veranstalterschlüssel“ in einem Notkasten eingehängt werden, der im Notfall einem Rollstuhlfahrer das Verlassen der Toilette ermöglicht. Beim Aufsperren eines Schlosses wird automatisch das zweite Schloss mit geöffnet, so dass ein Verlassen der Toilette möglich wird.

Stadtrat Hans Sax sprach das Thema Information über den alten Pleysteiner Bahnhof am Zimmerplatz an. Häufig würden auswärtige Gäste beim Anblick der jetzigen Toilettenanlage fragen wo denn früher der Bahnhof gewesen sei. Bernhard Piehler kündigte in seiner Eigenschaft als Stadtheimatpfleger das Anbringen einer Info-Tafel am linken Teil der Toilettenanlage an.

Lang berichtete, dass seitens der Besucher beim Multi-Kulti-Fest die Bemühungen um Reduzierung des Abfalls beispielsweise durch Verwendung von Porzellantellern positiv registriert worden sei.

Zum Kreuzbergfest am kommenden Sonntag seien über den Landkreis Neustadt/WN rund 150 Direktvermarkter angeschrieben und um mögliche Teilnahme gebeten worden. Dies könnte laut Lang dazu beitragen, die Besucher länger „am Fest zu halten“. Ein weiterer Anreiz sollte auch das Aufstellen von Biertischgarnituren in den freien Räumen zwischen den Fieranten und der Getränkeausschank der Prinzengarde Pleystein sein, erklärte die zweite Bürgermeisterin.

Bauanträge:

Quer durch die Großgemeinde waren die Bauanträge und Bauvoranfragen verteilt, über die der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend zu befinden hatte. Alle Entscheidungen zugunsten der Bauwerber wurden einstimmig getroffen.

Im Einzelnen handelte es sich um folgende Bauvorhaben: Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage im Zillertal 12 durch Helga und Reinhard Karl; Errichtung eines Carports auf dem Grundstück Burggut 1a durch Barbara und Karl Herrmann; Errichtung eines Balkonanbaues durch Sonja Werner, Miesbrunn 27; Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Flurnummer 4, Gemarkung Lohma; Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Wohnhauses mit vier Wohnungen auf dem Grundstück Untere Stiegelwiesen 10 durch Cornelia und Friedrich Weig.

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