20.07.2018 - 12:03 Uhr
PleysteinOberpfalz

Gewaltige Finanzspritze

An der Pleysteiner Grund- und Mittelschule nagt nach über 60 Jahre seit dem Bau der Zahn der Zeit. Eine Sanierung der Räume ist dringend nötig. Nun gibt es Grund zur Freude.

Bürgermeister Rainer Rewitzer freut sich über die mit dem Zuschuss aus dem Kommunalinvestitionspgrogramm-Schulinfrastruktur ermöglichte Sanierung der Zottbachtal-Grundschule Pleystein
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Rainer Rewitzer strahlt übers ganze Gesicht. 1 187 200 Euro erhält die Stadt Pleystein aus dem Kommunalinvestitions-Programm-Schulinfrastruktur (KIP-S) als Festbetragsförderung für die Innenraumsanierung der Zottbachtal-Grundschule einschließlich des Verwaltungstraktes. Die Kostenschätzung weist einschließlich für Baunebenkosten einen Aufwand von 1 367 019 Euro aus.

Die Stadt hatte nach den Worten des Stadtoberhaupts für die Teilnahme an dem Förderprogramm KIP-S eine Bewerbungsmappe mit den kompletten Planunterlagen eingereicht. Das war prinzipiell möglich, weil die Stadt als "finanzschwache Kommune" gilt. Die Unterlagen für die Bewerbung hatte das Weidener Architekturbüro Juretzka erstellt.

Die jetzige Grund- und Mittelschule wurde in ihrem Ursprung 1951 und 1952 errichtet und in Betrieb genommen. Doch bereits 1958 und 1959 erfolgte eine Erweiterung der Schule nach Westen, um mehrere neue Klassenzimmer zu gewinnen. Die heutige Grundschule wurde 1973/1974 errichtet bevor 1978 und 1979 eine erneute Verlängerung der Schule nach Westen mehr Platz für Klassenzimmer brachte und auch der sogenannte östliche Querbau abgebrochen und neu gebaut wurde.

Insgesamt wurden seither nur geringfügige Bestandsänderungen vorgenommen, im Bereich der Grundschule wurden Fenster erneuert und für die 1989/1990 errichtete Sporthalle eine Pelletsheizungsanlage eingebaut. Die in den 1970er Jahren errichteten Gebäudeteile entsprechen nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen. Auch haben sich im Rahmen des 2018 erstellten Brandschutzkonzepts erhebliche Mängel an der Alarmierung sowie an der Sicherstellung der Rettungswege aufgetan.

Die Grundschulklassen sind seit dem Schuljahr 2017 in den beengten Räumen der Mittelschule untergebracht. Um sich daran entwickelnde Beeinträchtigungen zu vermeiden und den Schulbetrieb wieder in den angestammten Gebäudeteil verlegen zu können, ist dessen Sanierung im Innenraum zwingend notwendig.

Das Architekturbüro Juretzka hat in den Plänen detailliert beschrieben, welche Maßnahmen durchzuführen sind. Dazu gehört eine komplett neue Elektroinstallation, die zum Einsparen von Stromkosten beiträgt. Weiterer Baustein zur Verminderung der Stromkosten ist die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Licht. Außerdem wird die komplette Haustechnik so ausgebaut, dass Hausmeister Alexander Schön mittels Steuerungsleitung alle Technikfunktionen des Hauses überprüfen kann. Ebenfalls werden die Vorgaben des Brandschutzkonzepts umgesetzt.

In seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat beschlossen, für die Herstellung von Glasfaseranschlüssen und WLAN-Installation die entsprechenden Zuschüsse zu beantragen. Bürgermeister Rewitzer ist überzeugt, dass nach dem Abschluss der Maßnahme die Bildungseinrichtung wieder auf aktuellstem technischem Stand ist. Der kommunale Eigenanteil in Höhe von 179 819 Euro nach der derzeitigen Kostenschätzung werde aus Mitteln des laufenden Haushalts bestritten.





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